Förderverein St. Johannes Ahrensburg: „O, schaurig ist‘ s, übers Moor zu gehen“

0

Ahrensburg (ve/pm). Welche Balladen haben Sie in Ihrer Schulzeit auswendig gelernt? Vielleicht hören Sie sie an diesem Abend wieder.

Förderverein St. Johannes Ahrensburg: Die Vereinsmitglieder Helga und Konrad Tempel. Foto: © privat

Förderverein St. Johannes Ahrensburg: Die Vereinsmitglieder Helga und Konrad Tempel.
Foto: © privat

„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind“ – dies ist der Beginn des wohl bekanntesten Werkes von Johann Wolfgang von Goethe, der „Erlkönig“ (1782). Noch aus der Schulzeit hallen die weiteren Verse im Gedächtnis nach. Magisch bezaubernd wirkt die Natur, in die Goethes Ballade den Leser entführt.

„Balladenabend“ beim Förderverein St. Johannes Ahrensburg

Zu einem „Balladenabend“ lädt der Förderverein St. Johannes Ahrensburg am Donnerstag, 26. Oktober 2017. Die Fördervereinsmitglieder Helga und Konrad Tempel tragen zum wiederholten Male Gedichte in der St. Johanneskirche vor. Dazu zählen religiöse und weltliche Balladen. Die Auswahl an Erzählgedichten reicht dabei vom 18. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Los geht es ab 19.30 Uhr in der St. Johanneskirche, Rudolf-Kinau-Straße 19 in Ahrensburg.

Der Begriff „Ballade“ bezeichnet seit dem 18. Jahrhundert erzählende Gedichte, häufig mit mittelalterlich-märchenhaften, antiken oder zeitgenössischen Themen. Auch das Verhältnis von Mensch und Natur ist wie in Goethes „Erlkönig“ eine beliebte Thematik. So gab die Zeile „O, schaurig ist‘ s, übers Moor zu gehen“ der Veranstaltung ihren Titel. Es ist ein Vers aus der Ballade „Der Knabe im Moor“ (1842) von Annette von Droste-Hülshoff.

Gelesen werden neben diesem Gedicht unter anderem Werke von Theodor Fontane, Heinrich Heine, Gottfried Keller, Bertolt Brecht, Erich Kästner und James Krüss.

Musikalisch untermalt wird die Veranstaltung von Heinrich Breckoff, Cello, und Olga Soltau, Klavier. Sie spielen mehrere Sätze aus den „Liedern für eine tiefere Stimme“ von Johannes Brahms (1888) sowie aus einer Sonate aus dem Jahr 1797 von Ludwig van Beethoven. So können die Zuhörer ganz in die Welt voller Worte und Klänge eintauchen.

Helga und Konrad Tempel unterstützen seit 2012 die Initiative für den Erhalt der St. Johanneskirche. Neben ihrem intensiven zivilgesellschaftlichen Engagement für Verständigung und gewaltfreie Konfliktbearbeitung und Zivilen Friedensdienst, haben beide Anfang der 1970er-Jahre eine Bürgerinitiative zur Gewinnung von jungen Lehrern für Ahrensburgs Schulen mitbegründet. Bereits zum dritten Mal tragen sie für den Förderverein St. Johannes Erzählgedichte vor.

Der Eintritt ist frei, Spenden dienen dem Erhalt der St. Johanneskirche.

Aus dem Initiativkreis St. Johannes hat sich für den Erhalt der St. Johanneskirche unter dem Motto “St. Johannes muss bleiben” eingesetzt, seit Ende 2012 bekannt geworden war, dass das Pastorat und Gemeindehaus verkauft werden sollen. Im Juni 2013 wurde er als eingetragener “Förderverein St. Johannes Ahrensburg” gegründet. Ziel und Zweck des gemeinnützigen Vereins ist die ideelle und finanzielle Förderung des lebendigen Gemeindelebens am Zentrum St. Johannes.

Weitere Informationen unter www.st-johannes-ahrensburg.de.

image_pdfimage_print
Teilen.

Kommentieren