Volkshochschule Ahrensburg: 150 Entdeckerin der Radioaktivität/Vortrag über Marie Curie

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Großhansdorf (ve/pm). Wer war eigentlich Marie Curie und was bedeutet ihre Arbeit für die Forschungsarbeit von Frauen?

Pierre und Marie Curie, ein Bild aus dem Jahr 1904. Foto:pm

Pierre und Marie Curie, ein Bild aus dem Jahr 1904.
Foto:pm

In einem Vortrag am Freitag, 3. November 2017, um 16 Uhr wird zu diesem Thema viel zu hören sein. Er ist in der Bibliothek im Rosenhof Großhansdorf 2, Hoisdorfer Landstraße 72. Der Eintritt beträgt drei Euro. Um Anmeldung wird unter der Rufnummer 04102 / 69 90 12 gebeten.

Marie Curie, sie lebte von 1867 bis 1934, gilt als Entdeckerin der Radioaktivität und sie ist die erste Nobelpreisträgerin. Der schwierige Weg der Frauen in die Wissenschaft soll in diesem Vortrag am Beispiel von Curie aufgezeigt werden.

Marie Curie, geborene Sklodowska, aus Warschau hatte als Frau damals nur in Paris die Möglichkeit zu studieren. Angeregt durch Henri Becquerels, den Entdeckung der geheimnisvollen unsichtbaren Strahlen von Uran 1896, wandte sich Marie Curie auf der Suche nach einem aktuellen Dissertationsthema dieser Fragestellung zu. Sie fand bei Untersuchung von Mineralien, dass nicht nur Uran, sondern auch Thorium und Radium rätselhafte Strahlung aussenden.

Für diese Eigenschaft der Atome prägte sie den Begriff „Radioaktivität“. Mit ihrem Mann Pierre hatte sie dazu in vierjähriger harter Arbeit aus mehreren Tonnen Pechblende ein Zehntel Gramm reines Radiumchlorid isoliert. Für ihre Forschungsaktivitäten wurde sie schließlich zur Professorin an der Sorbonne berufen und sogar zweifach der Nobelpreis verliehen (1903 Physik und 1911 Chemie).

Ferner widmete sie sich der Untersuchung und Erprobung der heilenden Wirkung der Radiumstrahlen, insbesondere bei ihrem Einsatz im Ersten Weltkrieg. Dieses beispielhafte Leben für die Wissenschaft ermutigte andere Frauen, forschend in der Universität tätig zu werden.

Die Referentin ist Professor Dr. Gudrun Wolfschmidt, Zentrum für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik im Fachbereich Physik der Universität Hamburg. Die Astrophysikerin und Wissenschaftshistorikerin arbeitet nach ihrer Habilitation als Professorin am Institut für Geschichte der Naturwissenschaften der Universität Hamburg.

Zuvor war die ehemalige Gymnasiallehrerin der Fächer Physik, Mathematik, Informatik und Astronomie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsinstitut des Deutschen Museums München tätig und konzipierte die Dauerausstellung Astronomie.

In Forschung und Lehre an der Universität Hamburg sind die Themen ihrer Vorträge und Publikationen (40 Bücher) aus den Gebieten Wissenschafts- und Technikgeschichte, Kulturgeschichte und Astronomiegeschichte. Sie engagiert sich in den Bereichen Denkmalschutz, Astronomie und Welterbe sowie Ausstellungen in den Universitätssammlungen und –museen.

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