Gemeindeversammlung: Aussöhnung mit Pastor Haak/Kirchengemeinde auf dem Weg der Einigung

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Ahrensburg (ve). Neue Töne in der Gemeindeversammlung der Kirchengemeinde Ahrensburg: Beschlüsse aus vergangenen Jahren werden zurück genommen.

Gemeindeversammlung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ahrensburg: Herbert Meißner, Vorsitzender des Kirchengemeinderates. Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Gemeindeversammlung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ahrensburg: Herbert Meißner, Vorsitzender des Kirchengemeinderates.
Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Es ist der Versuch einer Aussöhnung für die Gesamtgemeinde, der die Politik des neuen Kirchengemeinderates (KGR) zu treiben scheint. Wie bereits berichtet, hat der KGR zum einen den Beschluss, die St. Johanneskirche zu entwidmen, zurückgenommen. Lesen Sie hierzu auch: „St. Johanneskirche: Beschluss zur Entwidmung wurde aufgehoben„.

In Folge des damaligen Beschlusses, die Kirche zu entwidmen, gründete sich ein Förderverein St. Johanneskirche Ahrensburg, der sich für den Erhalt der Kirche einsetzte. Zwischen dem Verein und der Kirchengemeinde gab es lange Zeit Dissenz, auch während und nach einer vertraglichen Einigung über die Finanzierung der St. Johanneskirche, die heute in den Händen des Vereins liegt. Herbert Meißner, Vorsitzender des Kirchengemeinderates, bat nun in einer Gemeindeversammlung die Gesamtgemeinde, die ehrenamtliche Arbeit des Fördervereins sogar aktiv zu unterstützen.

Die angedachte Schließung der Kirche sind neben der Erschütterung der Kirchengemeinde durch den Missbrauchsskandal das schwere Erbe für die Gemeinde. „Altlasten“, wie es Herbert Meißner in seinem Bericht der Versammlung gegenüber nannte. Und so habe der KGR auch ein zweites Zeichen gesetzt, berichtet Meißner, darin geht es um die Aussöhnung mit Pastor Helgo Matthias Haak.

Der Vorgang betrifft Beschlüsse des Kirchengemeinderates aus dem Jahr 2013. In ihnen wurde in der Folge um die Auseinandersetzung und Aufarbeitung der Missbrauchsskandale um die Versetzung des Pastors gebeten. Die Auseinandersetzung zwischen Kirche und Pastor wurde in einem Verfahren vor dem Kirchengericht verhandelt. Der heutige Kirchengemeinderat habe nun, so Herbert Meißner, die Beschlüsse des Vorgänger-Rates aus dem November 2013 aufgehoben.

Dies sagte Meißner im Beisein von Pastor Haak auf der ersten Gemeindeversammlung der Kirche unter Leitung des neuen Rates. Meißner erläuterte die Politik des neuen Kirchengemeinderates etwa 100 Mitgliedern der Gemeinde auf der Versammlung, unter ihnen auch die Pastoren Oliver Okun und Susann Kropf. Auf dem Podium saßen als Sitzungsleiter Jan Hansen, Mitglied des KGRs, sowie mit Herbert Meißner und Pastorin Ursula Sieg der erste und zweite Vorsitzende des Gremiums.

Der KGR wolle mehr Transparenz in der Gemeinde, das wurde auf der Versammlung mehrfach betont. Trotzdem oder gerade deswegen habe er die ersten Sitzungen des neuen Rates in nicht öffentlicher Sitzung abhalten müssen, hieß es. Meißner: „Wir mussten uns und die Themen erst kennen lernen.“ Seit September tagt der Rat öffentlich, das nächste Mal am kommenden Dienstag, 7. November 2017, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Schlosskirche.

Wie die Kirchengemeinde Ahrensburg im Vergleich zu früher dasteht, zeigen Zahlen, die Meißner aufzählt: „Im Jahr 1976 hatte Ahrensburg etwa 25.000 Einwohner und die Kirchengemeinde etwa 21.000 Mitglieder. Im Jahr 2013 waren es etwa 35.000 Ahrensburger und 12.700 Mitglieder in der Kirchengemeinde. Dies habe die Kirche veranlasst, die Belegung ihrer Räume neu zu überdenken. Das Pastorat und Gemeindezentrum an der St. Johanneskirche wurden verkauft und Räume sowohl im Haus der Kirche im Gartenholz als auch im Kirchsaal Hagen werden vermietet, auch hierzu berichtete ahrensburg24.de mehrfach.

Herbert Meißner berichtete außerdem von einem Mann aus Eritrea, der um Kirchenasyl gebeten hatte und dem es in Ahrensburg in den Gottesbuden gewährt wurde. Inzwischen habe der Mann alle erforderlichen Unterlagen erbringen können und es sei ihm möglich, legal in Deutschland zu leben, ließ Meißner die Gemeinde wissen.

Und noch eines wird neu bei der Kirchengemeinde Ahrensburg: Der KGR hatte dazu aufgerufen, dass Vorschläge für ein neues Logo eingereicht werden sollten. 20 Vorschläge sind eingegangen und auf der Gemeindeversammlung wurde nun darüber abgestimmt, welches Logo in Zukunft die Ahrensburger Kirchengemeinde repräsentieren soll. Es folgten außerdem Berichte aus den verschiedenen Ausschüssen.

Gemeindeversammlung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ahrensburg: Vorschläge für ein neues Logo der Kirchengemeinde, Ausstellung im Gemeindezentrum. Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Gemeindeversammlung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ahrensburg: Vorschläge für ein neues Logo der Kirchengemeinde, Ausstellung im Gemeindezentrum.
Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Gemeindeversammlung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ahrensburg: Vorschläge für ein neues Logo der Kirchengemeinde, Ausstellung im Gemeindezentrum. Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Gemeindeversammlung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ahrensburg: Vorschläge für ein neues Logo der Kirchengemeinde, Ausstellung im Gemeindezentrum.
Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

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Gemeindeversammlung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ahrensburg: Vorschläge für ein neues Logo der Kirchengemeinde, Ausstellung im Gemeindezentrum.
Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Gemeindeversammlung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ahrensburg: Vorschläge für ein neues Logo der Kirchengemeinde, Ausstellung im Gemeindezentrum. Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Gemeindeversammlung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Ahrensburg: Vorschläge für ein neues Logo der Kirchengemeinde, Ausstellung im Gemeindezentrum.
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