Marstall: „Harold und Maude“ auf der Bühne

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Ahrensburg (je/ve). Unter der Regie von Denis Strobel studierte die Marstall-Theatergruppe das Stück „Harold und Maude“ ein.

Marstall: Die Theatergruppe Marstall spielt das Stück "Harold und Maude". Foto: G. Lietz

Marstall: Die Theatergruppe Marstall spielt das Stück „Harold und Maude“. Foto: G. Lietz

Am Freitag, 17. November 2017, hat die Theaterversion des Filmklassikers um 20 Uhr im Marstall Premiere.

Marstall: „Harold und Maude“ auf der Bühne

Harold, ein schüchterner junger Mann von 18 Jahren, inszeniert sich vor seiner Mutter mit Selbstmorden. Alles nur Fake – und das weiß seine Mutter. Da sie kaum darauf reagiert und dann noch anfängt, ihn über einen Computerservice an eine Partnerin zu vermitteln, findet Harold keinen Ausweg mehr, als seine Selbstmorde immer spektakulärer zu gestalten.

Doch dann trifft er auf Maude. Sie ist 79 Jahre alt und ist genauso wie Harold vom Tod fasziniert. Die beiden begegnen sich zum ersten Mal bei einem gemeinsamen Hobby, dem Besuch einer Beerdigung und … sie verlieben sich. Der Altersunterschied (18 zu 79) und Maudes Wesen, rigoros für das Herzliche und Liebevolle zu kämpfen, sich mit Pfarrern, Friedhofsgärtnern und sogar der Polizei anzulegen, sorgt für Turbulenzen.

Harold and Maude: Verantwortung für sich und andere

Der Film „Harold und Maude“ wurde zum Kultfilm. Er thematisiert gleich mehrere Tabus: Einen Liebesbeziehung zwischen einem jungen Mann und einer alten Frau, der Umgang mit dem Selbstmord und ein Weiter- und Überleben eines Konzentrationslagers im nationalsozialistischen Deutschland. Dabei stellt er vor allem eines ins Zentrum seiner Bilder und Szenen: Das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und die eigene Verantwortung darüber.

An diesem Faden knüpft Regisseur Denis Strobel mit seiner Inszenierung an. Die Theaterfassung muss die Bildergewalt, die ein Film möglich macht, anders umsetzen, muss die vielen Spielorte auf eine Bühne bringen. Das verlangt vom Ensemble großes Spiel.

Der Eintritt kostet zehn Euro, ermäßigt fünf Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr, an der Abendkasse zwölf Euro, ermäßigt sechs Euro. Die zweite Vorstellung ist am Sonntag, 19. November 2017, um 15 Uhr.

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