Emil-von-Behring-Gymnasium: Kunstdruckerei, Buchdruckerei, Steindruckerei

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Großhansdorf (ve/pm). Schülerinnen und Schüler des Emil-von-Behring-Gymnasiums haben eine Exkursion nach Hamburg unternommen. Lesen Sie einen Gastbeitrag der Schule.

 Schülerinnen und Schüler des Emil-von-Behring-Gymnasium im Hamburger Museum der Arbeit. Foto:©Heike Blenk/Emil-von-Behring-Gymnasium


Schülerinnen und Schüler des Emil-von-Behring-Gymnasium im Hamburger Museum der Arbeit.
Foto:©Heike Blenk/Emil-von-Behring-Gymnasium

„Kunst macht Spaß, aber auch viel Arbeit“, wusste schon Karl Valentin. Und das erfuhren auch die Mitglieder des Ästhetischen Profils. Das Halbjahresthema heißt „Graphik und Zeichnen“ und weil einige Techniken in der Schule zumindest praktisch nicht vermittelbar sind, fuhr Kunstlehrerin Susanne Krummrey mit ihren 27 Schülern nach Hamburg ins Museum der Arbeit. Dort konnten sie in Kleingruppen Workshops In Kunstdruckerei, Buchdruckerei und Steindruckerei belegen.

 Schülerinnen und Schüler des Emil-von-Behring-Gymnasium im Hamburger Museum der Arbeit. Foto:©Heike Blenk/Emil-von-Behring-Gymnasium


Schülerinnen und Schüler des Emil-von-Behring-Gymnasium im Hamburger Museum der Arbeit.
Foto:©Heike Blenk/Emil-von-Behring-Gymnasium

Sie konnten erfahren und erleben, wie Radierungen in mühevoller langwieriger Arbeit in der Kunstdruckerei hergestellt werden. Der freie Künstler Welf Schiefer ließ sie selbstständig Druckvorlagen herstellen und verhalf dann zum Endprodukt. „Es ist so schwierig, die Rillen richtig auszukratzen“, stöhnte eine Schülerin.

Der ehemalige Drucker Lothar Schumann erklärte die Geschichte des klassischen Plakat- und Buchdrucks, begonnen durch Gutenberg und beendet in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch das Offsetverfahren. Die Schüler konnten selber Wörter setzen und dann zu einem gemeinsamen Plakat drucken. Auch Haikus und Elfchen wurden aufs Papier gebannt. „Wir drucken von links und über Kopf“, hörten sie den Experten deutlich sagen. Dennoch fabrizierten sie einige „Fische“ – in der Fachsprache bedeutet das „Fehler“.

Bei der freien Künstlerin Muriel Borchert wurde auf Stein gezeichnet – und dann entstand in der Steindruckerei ein Bild. Die „Ästheten“ waren mit Konzentration und Eifer bei der Sache und ließen sich auf die für sie fremden Arbeitsprozesse ein. Ein wenig Respekt nötigte ihnen die wuchtige alte Druckmaschine ab. Nur zu zweit konnten sie den Hebel und das Zahnrad überhaupt in Bewegung setzen. Auch das vorherige Schleifen war mühevoll gewesen. Als es im letzten Arbeitsschritt dann darum ging, mit Mehrfarbigkeit zu experimentieren, waren aber alle Mühen vergessen und die jungen Künstler warfen zahlreiche Ideen in den Raum.

Am Ende waren viele recht erschöpft – aber Emma und Laura sagten, was alle dachten: „Das war eine tolle Erfahrung“. „Auf der wir jetzt in der Schule aufbauen können“, fasste die Kunstlehrerin zufrieden zusammen. Ein weiterer Pluspunkt: Alle Mitglieder des Ästhetischen Profils sind auch in einem Kurs Darstellendes Spiel. Und das Bild, das in der Steindruckerei entstanden ist, könnte auch das Plakatmotiv für die Produktion dort werden. Fächerübergreifendes Arbeiten, besonders sinnvoll. Muriel Borchert jedenfalls hebt den Druckstein auf und erwartet die Schüler in einem halben Jahr zurück – um dann 40 Plakate zu drucken.

Text und Bilder: Heike Blenk, Emil-von-Behring-Gymnasium

 Schülerinnen und Schüler des Emil-von-Behring-Gymnasium im Hamburger Museum der Arbeit. Foto:©Heike Blenk/Emil-von-Behring-Gymnasium


Schülerinnen und Schüler des Emil-von-Behring-Gymnasium im Hamburger Museum der Arbeit.
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