Ahrensburger Schüler auf der documenta: Wo bitte geht es hier zur Kunst? Gastbeitrag

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Ahrensburg (ve/pm). Bei einem eintägigen Ausflug nach Kassel eroberten Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Am Heimgarten die documenta. Lesen Sie den Gastbeitrag einer Schülerin.

Ausflug der Klasse 10a der Gemeinschaftsschule Am Heimgarten zur documenta nach Kassel 2017. Foto:©Gemeinschaftsschule Am Heimgarten

Ausflug der Klasse 10a der Gemeinschaftsschule Am Heimgarten zur documenta nach Kassel 2017.
Foto:©Gemeinschaftsschule Am Heimgarten

Die documenta ist eine sehr seltene Kunstausstellung, die nur alle fünf Jahre stattfindet. Die Stadt Kassel ist dann voll mit Kunstwerken, die man sich überall auf der Straße, in Parks und in Museen angucken kann.

Am 12. September 2017 fuhr die Klasse 10a der Gemeinschaftsschule Am Heimgarten nach Kassel. Unser Klassenlehrer Herr Özen und unsere ehemalige Kunstlehrerin Frau Eichstädt saßen mit uns in der Bahn, denn sie hatten diesen Tagesausflug mit einem Zuschuss aus unserer Klassenkasse und der UNESCO-Kasse organisiert.

Nach einer wirklich sehr langen Fahrt von etwa drei Stunden kamen wir in Kassel an und mussten von da aus noch einmal mit der Bahn in die Stadt fahren. Da wir unsere Eintrittskarten von Herrn Özen noch bekommen mussten, blieb die ganze Klasse vorerst zusammen, denn bevor wir unsere Tickets bekamen, mussten wir erst ein Klassenfoto vor einem Tempel machen.

Der Tempel sah aus wie die Akropolis in Athen und bestand aus Säulen die mit Büchern geschmückt waren. Diese Bücher waren alle irgendwann mal in einigen Ländern irgendwo auf der Welt verboten gewesen. Da wir fast zum Ende der documenta in Kassel waren und der Tempel langsam abgebaut wurde, wurden die Bücher an die Besucher der documenta verschenkt. Und jetzt haben wir einige Originalkunstwerke von der documenta in der Klasse.

Danach waren wir noch an den Röhren, die alle wie eine kleine Wohnung gestaltet waren. Nach dem nächsten Klassenfoto durften wir uns endlich aufteilen und konnten uns nun die vielen verschiedenen Kunstwerke ansehen.

Jede Gruppe sollte sich vorher ein Kunstwerk aussuchen, fotografieren und eine Woche später dieses Kunstwerk in der Klasse vorstellen. Die besten Bilder wurden dann später von einigen Jungs zu einem Film zusammengeschnitten, der beim Elternabend vorgeführt wurde. Dort wurden dann auch die Plakate mit den Informationen zu den „verbotenen Büchern“ noch mal vorgestellt.

Ausflug der Klasse 10a der Gemeinschaftsschule Am Heimgarten zur documenta nach Kassel 2017. Foto:©Gemeinschaftsschule Am Heimgarten

Ausflug der Klasse 10a der Gemeinschaftsschule Am Heimgarten zur documenta nach Kassel 2017.
Foto:©Gemeinschaftsschule Am Heimgarten

Meine Gruppe kümmerte sich zum Beispiel um die Schreckensbilder, die, meiner Meinung nach, nicht so schrecklich waren, wie ich gedacht hatte. Am besten gefiel mir die Blutmühle in der Orangerie.

Die Blutmühle war der Nachbau einer Silberpresse, in der die spanischen Eroberer die Indios aus Südamerika dazu zwangen, das erbeutete Silber zu Münzen zu pressen. Der Kontrast zwischen den unmenschlichen Arbeitsbedingungen in der Blutmühle und dem Schloss in der künstlichen Parkanlage wurde später von der Gruppe, die dieses Kunstwerk vorstellen sollte, besonders hervorgehoben.

Nachdem wir dann alle stundelang durch Kassel gelaufen waren, trafen wir uns wieder am Bahnhof und fuhren wieder nach Hause. Die Rückfahrt war ein bisschen ruhiger als auf dem Hinweg, obwohl es schon schade war, dass wir auf dem Rückweg kein WLAN hatten, da wir in der Ruhezone saßen. Nach über 13 Stunden endete dann unser Kunst-Trip wieder am Ahrensburger Bahnhof.

Im Großen und Ganzen war der Ausflug schön, auch wenn ich sagen muss, dass ich mich bei einigen „Kunstwerken“ gefragt habe, was daran Kunst sein soll.

Lea Lietzow, 10a

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