Festnahme: Straftäter gab sich als Polizeibeamter aus

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Ahrensburg (je/ots). Am Dienstag, 5. Dezember 2017, bewahrte die Polizei in Ahrensburg eine alte Dame vor dem Verlust ihrer gesamten Ersparnisse.

Themenbild Polizei. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

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Ein 36-jähriger Mann aus Osteuropa gab sich am Telefon als Polizeibeamter aus. Er teilte einer 88-jährigen Dame aus Ammersbek mit, dass ihre Kontodaten bei einem angeblich festgenommenen Straftäter gefunden worden seien. Er mache mit einem Mitarbeiter ihrer Bank gemeinsame Sache, sodass ihr Geld auf der Bank nicht mehr sicher sei. Ein Auszubildender der Bank tausche das echte Geld gegen Falschgeld aus. Die Dame wurde aufgefordert, ihr gesamtes Vermögen abzuheben. Der falsche Polizist bot ihr an, das Geld auf seine Echtheit zu überprüfen. Da im Display ihres Telefons die Festnetznummer der Polizei Ahrensburg angezeigt wurde, war die alte Dame von der Richtigkeit der Angaben des vermeintlichen Polizisten überzeugt. Um die Polizei bei der Überführung von Betrügern zu unterstützen, hob sie schließlich einen Betrag von mehr als 20.000 Euro ab.

Festnahme: Falscher Polizeibeamter forderte Bargeld

Die Zivile Fahndungseinheit des Polizeireviers Ahrensburg postierte sich im Bereich der Wohnanschrift der Geschädigten und konnte auch schnell zwei auffällige Personen ausmachen. Im Einsatzverlauf stellte sich aber heraus, dass die Übergabe bereits erfolgt war. Daraufhin hielten die Zivilkräfte die „auffälligen“ Personen, die inzwischen in ein Fahrzeug gestiegen waren, an und kontrollierten diese und die beiden weiteren Insassen des Fahrzeugs. Im Pkw fanden sie die Tüte mit dem Geld der Geschädigten.

Tatverdächtig sind ein 36-jähriger Mann aus Osteuropa, zwei Frauen im Alter von 38 Jahren und eine 39-jährige Frau. Zwei von ihnen haben eine Wohnanschrift in Hamburg, eine ist ohne festen Wohnsitz.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Ahrensburg am Mittwoch, 6. Dezember 2017,
gegen den männlichen Tatverdächtigen sowie gegen zwei der weiblichen Tatverdächtigen Haftbefehle. Gegen die dritte weibliche Tatverdächtige wurde kein Haftbefehl beantragt, da sie über einen festen Wohnsitz verfügt und auch sonst keine Haftgründe vorlagen.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass sie niemals am Telefon nach Vermögenswerten fragt oder bittet, Bargeld von der Bank abzuheben. Geben Sie niemals am Telefon Auskunft über Ihre Vermögenswerte. Übergeben Sie niemals Geld an Unbekannte. Halten Sie Rücksprache mit vertrauenswürdigen Personen, wenn Sie einen solchen Anruf erhalten haben. Im Zweifel rufen Sie die Polizei über 110 an.

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