Maike Saunus im Bruno-Bröker-Haus: Neues für Mädchen und Bastler

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Ahrensburg (ve). Im Bruno-Bröker-Haus gibt es eine neue Mitarbeiterin: Maike Saunus kümmert sich im Team jetzt mit um die jungen Leute.

Das Team vom Bruno-Bröker-Haus: Maike Saunus (rechts) mit Leiter Bernd Meyerink und Angelika Adlhoch-Gutzeit. Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Das Team vom Bruno-Bröker-Haus: Maike Saunus (rechts) mit Leiter Bernd Meyerink und Angelika Adlhoch-Gutzeit.
Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Seit August ist Maike Saunus mit im Team von Bernd Meyerink und Angelika Adlhoch-Gutzeit. Die Diplom-Pädagogin möchte vor allem Aktzente bei der Berufsorientierung und der kreativen Arbeit der Jugendlichen setzen.

Maike Saunus hat Diplom-Pädagogik in Würzburg und Hamburg studiert und bereits während des Studiums viele Jahre in der offenen Kinder- und Jugendarbeit gearbeitet. Bisher war sie in einem Jugendzentrum und in einer katholischen Familienbildungsstätte tätig.

Maike Saunus: Berufliche Orientierung ist ein Schwerpunktgebiet

In den vergangenen fünf Jahren war sie bei einem Bildungsträger im Bereich „Berufliche Rehabilitation“ tätig und hatte die Leitung eines Standorts in Norderstedts inne. Maike Saunus: „Aus dieser Tätigkeit bringe ich sehr viele Erfahrungen aus dem Bereich berufliche Orientierung, im Bewerbungstraining und bei der Einschätzung des Arbeitsmarkt mit. Das ist für die Jugendlichen, die sich ja gerade viele Gedanken über ihre Ausbildung machen, von Vorteil.“

Ihre neue Funktion im BBH führt sie nun zurück in die Jugendarbeit: „Meine ersten Monate im Bruno sind sehr schnell vergangen und ich habe diesen Schritt, mich beruflich von Erwachsenenbildung zur Jugendarbeit noch einmal grundlegend zu verändern, noch keinen Tag bereut.“ Die tägliche Arbeit sei mehr als abwechslungsreich und biete sehr viele Möglichkeiten, sich pädagogisch wie kreativ einzubringen, so Saunus.

Handwerkliche, Interkulturelle und Gender-Arbeit: Das will sie im Bruno anbieten

Gerade mit den Jugendlichen habe es vom ersten Tag an viel Spaß gemacht, sich kennen zu lernen, langsam Vertrauen aufzubauen und schnell, erste Hilfestellungen etwa bei der Ausbildungsplatzsuche geben zu können. Saunus betont: „Außerdem mag ich den interkulturellen Aspekt im Bruno und freue mich auf viel Austausch und Erfahrungen, insbesondere mit Fokus auf interkulturelles Lernen untereinander und Integration der jungen Flüchtlinge.“

Im „Bruno“ möchte sie vor allem den kreativen Bereich mit der Holzwerkstatt, dem Töpferbereich, den Nähmaschinen und all‘ den anderen Materialien ausweiten und verstärkt Angebote in diesem Bereich anzubieten – sowohl niedrigschwellig während der gewohnten Öffnungszeiten, aber auch als Kurse am Wochenende oder in den Ferien.

Für Bastler: Sie mit Handwerks-Arbeit neu erfinden

Ihrer Beobachtung nach gebe gerade das Handwerk jungen Menschen ie Möglichkeit, sich über Kreativität selber auszudrücken, positiv abzugrenzen etwa zu den Erwachsenen und seinen eigenen Stil zu finden. Saunus: „Dabei lege ich Wert auf Ideen im Bereich Upcycling (zum Beispiel Klamotten umdesignen oder Möbel aufarbeiten), da ich finde, dass man damit sehr gut seine Kreativität trainieren und rauskitzeln kann und gleichzeitig viel zum Thema Nachhaltigkeit vermitteln kann.“

Weiterhin liegt ihr Mädchen-/Gender-Arbeit am Herzen, Saunus: „Ich freue mich darauf, herauszufinden, was die Mädchen im Bruno sich wünschen, um gemeinsam spannende Projekte zu entwickeln. Die letzten Monate in 2017 waren für mich ein toller Start. Ich freue mich auf 2018 im Bruno.“

Das Bruno-Bröker-Haus, eine Jugendeinrichtung der Stadt Ahrensburg. Derzeit wird die Fassade neu gestrichen. Foto:ahrensburg24.de

Das Bruno-Bröker-Haus, eine Jugendeinrichtung der Stadt Ahrensburg. Derzeit wird die Fassade neu gestrichen.
Foto:ahrensburg24.de

Das Bruno-Bröker-Haus in Ahrensburg

Das Bruno-Bröker-Haus (BBH), von vielen „Bruno“ genannt, ist eine Jugendeinrichtung der Stadt Ahrensburg. Benannt wurde es nach dem SPD-Gemeindevertreter Bruno Bröker, der sich in der Zeit nach Kriegsende in Ahrensburg für die Errichtung eines Jugendhauses eingesetzt hatte. Circa 300 Jugendliche besuchen das Bruno regelmäßig, etwa 60 von ihnen besuchten es im Jahr 2016 sogar täglich.

Zwei Drittel der Besucher sind Jungs, nur ein Drittel Mädchen. Neue Impulse für die Mädchenarbeit werden daher gesucht. Insbesondere in den vergangenen beiden Jahren hat sich das Bruno auch zu einem interkulturellen Treffpunkt entwickelt, viel geflüchtete Jugendliche sind regelmäßig dort. In 2016 wurden 94 deutsche, 60 syrische, 34 afghanische und 23 türkische Jugendliche sowie unzählige weitere Nationen gezählt.

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