Hauptausschuss zur Feuerwehr: Die Kameraden bekommen (ein bisschen) Geld

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Ahrensburg (ve). Da musste der Hauptausschuss nicht lange überlegen – für die Ahrensburger Kameradinnen und Kameraden gibt es jetzt eine Aufwandsentschädigung.

Die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg.<br /> Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Die Freiwillige Feuerwehr Ahrensburg.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Wenn die Stadtverordnetenversammlung auf ihrer Sitzung am kommenden Montag (18. Dezember 2017, 19.30 Uhr, Marstall) zustimmt, gilt für die Feuerwehrleute aller vier Ahrensburger Wehren Folgendes: Für jede Alarmierung, in deren Folge ein Kamerad oder eine Kameradin zu einem Einsatz fährt, wird vier Euro Aufwandsentschädigung gezahlt. Sollte – wie bei den Stürmen in den vergangenen Wochen – bei einer Notlage mehrfach alarmiert werden und die Einsätze mehrere Stunden dauern, wird höchstens ein Betrag von zwölf Euro gewährt.

Doch das ist noch nicht alles. Atemschutzträger und -trägerinnen müssen fit sein, denn das Atmen unter der Maske gerade in Gefahrensituationen ist anstrengend. Daher wird ihnen ein regelmäßiger Besuch im Fitnessstudio geraten. Auch dieser wird zukünftig unterstützt mit einem monatlichen Zuschuss in Höhe von 22 Euro.

Hauptausschuss: Dank und Ankerkennung für die Arbeit der Wehren

Alle Fraktionen sprachen sich nicht nur ohne große Debatte für diese Regelung aus, sondern sie verbanden es alle mit einer umfassenden Anerkennung und Dank an die Feuerwehrleute. Über 450 Einsätze zählt die Wehr in 2017 bereits wieder, darunter die Vielzahl von Einsätzen während der Stürme. „Was sie leisten bei all‘ diesen Einsätzen und sogar ihr Leben riskieren, das können wir ihnen nicht hoch genug anrechnen“, so die Worte der Vertreter aller Fraktionen.

Das war nicht in den leeren Raum gesprochen, denn die Sitzung des Hauptausschusses verfolgten Gemeindewehrführer Jürgen Stahmer sowie die Ortswehrführer Florian Ehrich, Frank Backhaus und Michael May. Jürgen Stahmer betonte im Ausschuss: „Wir danken recht herzlich für diese Entscheidung.“

Die Kosten: Knapp 35.000 Euro jährlich

Die Stadt rechnet mit einem finanziellen Aufwand in Höhe von jährlich 15.000 Euro für die Aufwandsentschädigung und 19.300 Euro für den Zuschuss zur Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Letztere müssen die Feuerwehrleute nachweisen. Die Wehrführung plant, das Geld jährlich im November auszuzahlen. So könne vielleicht noch etwas Gutes in der Weihnachtszeit gegeben werden, Stahmer: „Die Familien müssen oft genug auf die Einsatzkräfte verzichten.“

Frank Backhaus ergänzte: „Alle Mitglieder wissen, dass eine Mitgliedschaft in der Feuerwehr freiwillig ist. Aber wir beobachten, dass die Motivation, bei den Einsätzen dabei zu sein, bei den Kameradinnen und Kameraden mit der Zeit nachlässt. Vielleicht hilft eine solche Entscheidung, die Motivation wieder zu verbessern.“

Entstanden ist die Planung zu dieser Aufwandsentschädigung im Rahmen des Feuerwehrbedarfsplanes. Übrigens noch eine Zahl: Die Stadtverordneten erhalten pro Sitzung eine Aufwandsentschädigung von 19 Euro.

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