Land fördert Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen

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Ahrensburg (je/pm). Das Land Schleswig-Holstein fördert die Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen.

Das Land fördert die Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen. Roland Wilde und Michael Sarach studieren den Baumbestand auf der Forstkarte von 1926. Foto: Stadtarchiv Ahrensburg

Das Land fördert die Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen. Roland Wilde und Michael Sarach studieren den Baumbestand auf der Forstkarte von 1926. Foto: Stadtarchiv Ahrensburg

Das Stadtarchiv Ahrensburg stellte in diesem Jahr erneut Förderanträge beim schleswig-holsteinischen Ministerium für Justiz, Kultur und Europa, um das schriftliche Kulturgut erhalten zu können. Für die Digitalisierung von alten Flurkarten sowie die Restaurierung von Protokollbüchern und alten Forst- und Wirtschaftskarten wurden insgesamt 5.580 Euro bewilligt. Damit sind 90 Prozent der Gesamtkosten von 6.235 Euro vom Land übernommen worden, lediglich den Eigenanteil der restlichen zehn Prozent in Höhe von 655 Euro hat die Stadt Ahrensburg für die beiden Maßnahmen bezahlt.

Land fördert Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen

Nachdem der Hamburger Restaurator Michael Dietz die Archivunterlagen zurückgeschickt hatte, überzeugten sich Bürgermeister Michael Sarach und Bürgervorsteher Roland Wilde persönlich von der Qualität der Arbeit und dem Wert der Archivalien für die Stadtgeschichte. Beim Blättern durch die Protokollbücher der Ahrensfelder Gemeindevertretung fanden Sie die Namen von alteingesessenen Familien wieder, deren Nachfahren auch heute in den politischen Gremien keine Unbekannten sind. Für den ungeübten Leser stellen die in Sütterlin handgeschriebenen Protokollbücher eine gewisse Herausforderung dar. Die großformatigen alten Flurkarten, die der Fotograf Sönke Ehlert in Kiel digitalisierte, werden sowohl für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung als auch für Archivbesucher am Bildschirm einsehbar sein.

Das Land fördert die Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen. Bredenbeker Teich - Karte von 1937. Foto: Stadtarchiv Ahrensburg

Das Land fördert die Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen. Bredenbeker Teich – Karte von 1937. Foto: Stadtarchiv Ahrensburg

Zu den Flurkarten:

Das Digitalisierungsprojekt kostete insgesamt 4.760 Euro. Davon übernahm das Land 4.280 Euro. Der Kieler Fotograf Sönke Ehlert wurde beauftragt, 250 ausgewählte alte Flurkarten zu digitalisieren. Der Historische Kartenbestand des Stadtarchivs umfasst derzeit rund 1.000 verzeichnete Karten. Einige von ihnen werden oft nachgefragt, andere sind historisch wertvoll oder wegen ihrer Größe schwer vorzulegen oder auszustellen. Einige bedeutende Karten wurden in 2016 im Rahmen der Landesförderung restauriert mit dem Ziel, diese anschließend digitalisieren zu lassen. Alle ausgewählten Karten sind wegen ihres Informationsgehaltes wie zum Beispiel Flakstellungen in Ahrensburg oder Umfang der gutsherrschaftlichen Besitzungen für die Überlieferung der Stadt und die historische Forschung bedeutend. Um eine einfachere Nutzung bei Schonung der fragilen Karten und eine Verwendung für die Öffentlichkeitsarbeit (Publikationen, Presse, im Aufbau befindliche Archiv-Homepage) zu erreichen, wurde die Digitalisierung mittels Abfotografieren durchgeführt.

Das Land fördert die Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen. Bredenbeker Teich - Karte von 1937. Foto: Stadtarchiv Ahrensburg

Das Land fördert die Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen. Bredenbeker Teich – Karte von 1937. Foto: Stadtarchiv Ahrensburg

Zu den Protokollbüchern der Gemeinde Ahrensfelde und den beiden Flurkarten:

Die Gemeinde-Protokollbücher der ehemaligen Gemeinde Ahrensfelde, seit 1974 Ahrensburger Stadtteil, aus den Jahren 1878 bis 1903 sowie 1922 bis 1952 zusammen mit der Mutterrolle der Gemeinde Ahrensfelde 1898 bis 1934, sind für die Überlieferung der Stadtgeschichte von großer Bedeutung. Ihr Zustand war insgesamt ordentlich, allerdings waren die Einbände stark beschädigt und die Ränder des Papiers angegriffen, die Oberfläche war verschmutzt, teilweise waren Stockflecken zu beobachten. Wegen der Beschädigungen konnten die Protokollbücher nicht benutzt werden, da sonst Substanzverlust zu befürchten gewesen wäre.

Das Land fördert die Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen. Foto: Stadtarchiv Ahrensburg

Das Land fördert die Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen. Foto: Stadtarchiv Ahrensburg

Zu den Karten:

Die beiden historischen Karten waren durch die geknickte Lagerung und intensive Nutzung in der Vergangenheit sowie teilweise durch unsachgemäße Reparatur mit Tesa in Mitleidenschaft gezogen worden.
Beide Karten haben einen großen inhaltlichen Wert für die Überlieferung Ahrensburgs: Die Forstkarte von 1926 zeigt den ursprünglichen Stadtwald Hagen mit detailliertem Baumbestand im Jahr 1926 vor der Rodung für die Siedlungen. Die Wirtschaftskarte von Ahrensfelde zeigt genaue Grenzverläufe zwischen dem Ortsteil Ahrensfelde und dem Siedlungsgebiet Hagen/Waldgut Hagen.

Das Land fördert die Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen. Waldgut Hagen - Aufteilungsplan von 1934. Foto: Stadtarchiv Ahrensburg

Das Land fördert die Restaurierung und Digitalisierung von Ahrensburger Archivunterlagen. Waldgut Hagen – Aufteilungsplan von 1934. Foto: Stadtarchiv Ahrensburg

Die Karten mussten gereinigt, neu aufgezogen, für eine flache Lagerung geglättet und an den Rändern und Faltungen stabilisiert werden. Das Land förderte diese Restaurierungsmaßnahmen mit 1.300 Euro bei Gesamtkosten von 1.475,60 Euro.

Quelle: Stadt Ahrensburg

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