Gemeinde Ammersbek lässt historische Gemeindeunterlagen restaurieren

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Ammersbek (je/pm). Die Gemeinde Ammersbek erhält 15.000 Euro Landesmittel für die Restaurierung von historischen Gemeindeunterlagen.

Die Gemeinde Ammersbek erhält 15.000 Euro Landesmittel für die Restaurierung von historischen Gemeindeunterlagen. Der Nachlass von Münch bei Übergabe. Foto: Gemeindearchiv Ammersbek

Die Gemeinde Ammersbek erhält 15.000 Euro Landesmittel für die Restaurierung von historischen Gemeindeunterlagen. Der Nachlass von Münch bei Übergabe. Foto: Gemeindearchiv Ammersbek

Das Gemeindearchiv Ammersbek bewarb sich erfolgreich um eine Projektförderung: Das Land Schleswig-Holstein bewilligte 15.000 Euro als Zuwendung aus dem Programm zum Erhalt schriftlichen Kulturgutes. Davon wird die Restaurierung von historisch wertvollen Unterlagen aus dem Nachlass des ehemaligen Hoisbüttler Bürgermeisters Erwin Münch (1884 -1972) bezahlt. Für diese Summe führte die Preservation Academy Leipzig einen großen Teil der notwendigen Restaurierungsmaßnahmen durch, um die Unterlagen dauerhaft zu sichern.

Gemeinde Ammersbek lässt historische Gemeindeunterlagen restaurieren. Foto: Gemeindearchiv Ammersbek

Gemeinde Ammersbek lässt historische Gemeindeunterlagen restaurieren. Foto: Gemeindearchiv Ammersbek

Gemeinde Ammersbek lässt historische Gemeindeunterlagen restaurieren

2016 übergab Helmut Laudan dem Gemeindearchiv Ammersbek nach einer Haushaltsauflösung zwei Kartons mit Unterlagen aus dem Nachlass des ehemaligen Bürgermeisters Erwin Münch, der zwischen 1934 und 1944 für Hoisbüttel ehrenamtlich tätig war. Die Unterlagen stammen aus den 1920er Jahren sowie aus der aktiven Zeit von Erwin Münch aus den 1930er Jahren. Es handelt sich um offizielle Gemeindeunterlagen: Protokolle, Prüflisten, Wahllisten und handschriftliche Briefe. Diese Unterlagen fehlten bislang im Bestand des Gemeindearchivs Ammersbek. Dass sie in Privatbesitz die Zeit überdauert haben und nun im Besitz des Gemeindearchivs sind, ist ein großer Glücksfall für die Überlieferung der geschichtlichen Entwicklung von Hoisbüttel.

Gemeinde Ammersbek lässt historische Gemeindeunterlagen restaurieren. Foto: Gemeindearchiv Ammersbek

Gemeinde Ammersbek lässt historische Gemeindeunterlagen restaurieren. Foto: Gemeindearchiv Ammersbek

Der Umfang beträgt rund 9.000 Blätter. Es handelt sich um Mappen, Hefte, Aktenordner, Heftstreifen, lose Bündel, lose Blätter, Konvolute in Papier eingewickelt und lose Blätter zu dicken Rollen zusammengerollt. Der Zustand des Papiers war schlecht, das Material schon sehr angegriffen. Das Papier war vergilbt, spröde und trocken. Die Blätter waren teilweise verknickt oder wellig, schmutzig von Staub oder Ruß und hatten teilweise Stockflecken. Schimmel war bei genauer Durchsicht an manchen Stellen erkennbar. Das Metall war rostig, der Rost war auf das Papier abgefärbt. Teilweise hatten die Unterlagen Löcher oder Fehlstellen an den Rändern oder in der Mitte.

Gemeinde Ammersbek lässt historische Gemeindeunterlagen restaurieren. Foto: Gemeindearchiv Ammersbek

Gemeinde Ammersbek lässt historische Gemeindeunterlagen restaurieren. Foto: Gemeindearchiv Ammersbek

Die Unterlagen waren in diesem Zustand nicht nutzbar. Um sie für eine Verzeichnung und Archivierung oder Digitalisierung aufzubereiten, mussten sie restauriert werden, was von einem Archiv nicht geleistet werden kann.

Gemeinde Ammersbek lässt historische Gemeindeunterlagen restaurieren. Foto: Gemeindearchiv Ammersbek

Gemeinde Ammersbek lässt historische Gemeindeunterlagen restaurieren. Foto: Gemeindearchiv Ammersbek

Da das Restaurierungsprojekt hohe Kosten verursacht, war die Zuwendung des Landes Schleswig-Holstein ein Glücksfall für die Gemeinde Ammersbek: Ohne die 15.000 Euro, das sind 90 Prozent der Restaurierungskosten von insgesamt 16.700 Euro, wäre die Restaurierung weder zeitlich noch qualitativ in diesem Umfang möglich gewesen.

Einige Restaurierungsschritte werden in diesem Jahr noch nicht erfolgen können, sind aber vor einer Sicherungsdigitalisierung notwendig. Diese Arbeiten sollen in 2018 durchgeführt werden. Dafür muss das Gemeindearchiv erneut eine Projektförderung beantragen, falls das Förderprogramm zum Erhalt schriftlichen Kulturgutes vom Land auch in 2018 wieder aufgelegt werden sollte.

Quelle: Gemeindearchiv Ammersbek

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