Ahrensburg: Dramatische Verfolgungsjagd über die Autobahn 1

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Ratzeburg (ve/ots). Dramatische Verfolgungsjagd auf der Autobahn: Beamte mussten ein Fluchtfahrzeug mit Schüssen stoppen.

Themenbild Polizei. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

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Gegen 2.10 Uhr in der Nacht zu Mittwoch war in Mölln an einer Tankstelle ein Audi A6 für etwas über 90 Euro ohne zu bezahlen betankt worden. Etwa 40 Minuten später wurde der Polizei in Ratzeburg ein Einbruch in die dortige HEM-Tankstelle gemeldet.

Es sollten vier männliche Täter mit einem schweren Gegenstand die Eingangstür der HEM-Tankstelle eingeworfen haben und anschließend Zigaretten und Spirituosen aus dem Verkaufsraum gestohlen haben.

Anhand der Videoaufzeichnungen ließen sich die Tatzeit und die Tätergruppe so eingrenzen, dass eine Fahndung nach einer dunklen größeren Limousine besetzt mit vier männlichen Personen eingeleitet werden konnte.

Eine Streife des Polizeiautobahn- und Bezirksrevieres Bad Oldesloe bemerkte gegen 3.15 Uhr einen dunklen Audi A6, in dem sich vier Männer befanden. Da zu dieser Zeit wenig Fahrzeugverkehr auf dieser Strecke herrschte, entschlossen die Polizisten sich, diesen Audi zu kontrollieren.

Der Fahrer kam der Anweisung anzuhalten zwar zunächst nach, gab dann aber doch Gas und flüchtete auf die Autobahn 1 in Richtung Hamburg. Dabei beschleunigte er auf bis zu 250 km/h.

Der Audi verließ die Autobahn an der Abfahrt Ahrensburg. Dort konnte das Fahrzeug durch einen auf der Fahrbahn abgestellten zivilen Streifenwagen gestoppt werden. Als zwei Polizeibeamte ausstiegen, um das Fahrzeug zu kontrollieren, versuchte der Audi, rückwärts auf die Autobahn zurück zu fahren. Dies verhinderte einer der Beamten, indem er mit eingeschaltetem Blaulicht hinter das Fluchtfahrzeug fuhr.

Daraufhin setzte der Fahrer des Audi an, vorwärts in Richtung Ostring Ahrensburg zu fahren. In der dramatischen Situation entschlossen sich die Polizeibeamten, das Heck des Audis rammen. Mit Schüssen versuchten sie, das Auto fahruntauglich zu machen. Letztendlich gestoppt werden konnte das Fluchtfahrzeug allerdings erst durch ein erneutes Rammen.

Die vier Insassen wurden durch die eingesetzten Beamten vorläufig festgenommen. Es handelt sich dabei um vier Männer aus Hamburg im Alter von 22, 30, 29 und 28 Jahren. In dem Audi befanden sich diverse Alkoholika und Zigaretten, welche sichergestellt wurden.

Die Männer wurden zunächst dem Polizeigewahrsam zugeführt und erkennungsdienstlich behandelt. Da alle über einen festen Wohnsitz in Hamburg verfügen und auch die Voraussetzungen für die Annahme von Wiederholungsgefahr nicht vorlagen, lagen keine Haftgründe vor. Die vier Tatverdächtigen wurden daher nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Lübeck wieder entlassen. Sie werden sich wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Diebstahls verantworten müssen. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Ratzeburg geführt.

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