Handwerkskammer Lübeck: Geflüchtete beginnen Ausbildungen im Handwerk

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Lübeck (ve/pm). Im Bezirk der Handwerkskammer Lübeck ist die Zahl der Lehrlinge aus den Asylherkunftsländern Syrien und Afghanistan im Jahr 2017 deutlich gestiegen.

Das Logo der Handwerkskammer Lübeck. Grafik:Handwerkskammer Lübeck

Das Logo der Handwerkskammer Lübeck.
Grafik:Handwerkskammer Lübeck

Die Lehrlingsrolle der Kammer verzeichnete Anfang Oktober 190 Ausbildungsverhältnisse mit jungen Menschen aus Afghanistan, 122 mehr als noch Anfang des Jahres. Die Zahl der Lehrlinge aus Syrien stieg von 32 auf 123. Das teilt die Handwerkskammer mit.

Auch die Zahl der Lehrlinge mit einem eritreischen (22), irakischen (28) oder iranischen Pass (39) hat sich erhöht. Darüber hinaus absolvieren derzeit rund 80 Personen aus einem Asylherkunftsland eine so genannte Einstiegsqualifizierung, die sie auf eine Ausbildung vorbereiten soll.

Ausbildung der Geflüchteten: Deutschunterricht weiter erforderlich

„In den vergangenen zwei Jahren hat sich das Handwerk mit großem Engagement der Aufgabe gestellt, junge Menschen mit Fluchthintergrund beruflich zu orientieren und sie auf eine Ausbildung im Handwerk vorzubereiten. An den aktuellen Zahlen wird deutlich, dass diese Bemühungen inzwischen Früchte tragen“, sagt Christian Maack, Geschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck und zuständig für Berufsausbildung. Und er ergänzt: „Das Handwerk braucht gut qualifizierte Fachkräfte und ist offen für Praktikanten und Auszubildende aller Nationalitäten.“

Maack betont aber auch, dass spätestens während des Berufsschulunterrichts fehlende Deutschkenntnisse für die Flüchtlinge zu einer großen Hürde würden. „Jetzt geht es darum, alle Anstrengungen darauf zu konzentrieren, die Lehrlinge bei ihrem Spracherwerb zu unterstützen, um den Ausbildungserfolg nicht zu gefährden.“

Quelle: Handwerkskammer Lübeck

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