SSC Hagen und Stadt Ahrensburg: Jetzt kümmert sich der SSC um die Sportanlage

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Ahrensburg (ve). Es ist eine Premiere in der Stadt Ahrensburg und eigentlich mehr ein betriebswirtschaftlicher Vorgang: Die Wartung der Sportanlage in der Hagener Allee wird an den SSC Hagen ausgelagert.

Die Bewirtschaftung der Sportanlage in der Hagener Allee liegt jetzt in den Händen des SSC Hagen: Gudrun Klein vom Fachdienst Sport der Stadt, Bürgermeister Michael Sarach sowie Günter Feigl und Ole Junker vom Vorstand des SSC Hagen (von links) bei der offiziellen Unterzeichnung des Vertrages. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Die Bewirtschaftung der Sportanlage in der Hagener Allee liegt jetzt in den Händen des SSC Hagen: Gudrun Klein vom Fachdienst Sport der Stadt, Bürgermeister Michael Sarach sowie Günter Feigl und Ole Junker vom Vorstand des SSC Hagen (von links) bei der offiziellen Unterzeichnung des Vertrages.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Zwei Jahre lang haben Stadtverwaltung und Vereinsvorstand über die vertraglichen Vereinbarung gebrütet, nun sollen sie umgesetzt werden. Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wird dem Verein die Verantwortung für die Bewirtschaftung und Instandhaltung der Sportplätze übertragen. Dafür bekommen sie jährlich 52.000 Euro. Die Politik hat das mit einer Befristung abgesegnet, der Vertrag läuft zunächst über zwei Jahre.

Die Liegenschaft bleibt dabei im Eigentum der Stadt – beziehungweise im Eigentum einer Erbengemeinschaft. Teile der Anlage gehören dieser Erbengemeinschaft, die Stadt zahlt dafür die Pacht, ein Teil gehört der Stadt, dafür wiedrum zahlt der SSC Hagen eine Pacht.

Vertrag zur Bewirtschaftung: Der Verein muss sich kümmern

Betroffen sind von dieser Vertragsvereinbarung ausschließlich Bewirtschaftung und Instandhaltung. Soll heißen: Der SSC Hagen muss sich jetzt in Eigenregie darum kümmern, dass rund um das Vereinsheim und auf den Fußball- und Tennisplätzen alles in Ordnung ist.

„Derzeit haben wir einen Platzwart, der sich um die Tennisplätze kümmert“, erläutert es Ole Junker, Vorsitzender des 1.500 Mitglieder umfassenden Vereins. „Nun kommt ein zweiter Platzwart hinzu, der sich um die anderen Teile der Anlage kümmern wird.“ Beide Kräfte sind auf 450 Euro-Basis als geringfügig Beschäftigte vom Verein angestellt.

Zu ihren Aufgaben gehört das Rasenmähen, das Bürsten des Kunstrasenplatzes und die Pflege des Grantplatzes sowie die Sicherung der Verkehrssicherheit bei Schnee und Eis. Auch das Vereinsheim kann jetzt offiziell vom Verein instand gehalten werden, aber: „das haben wir sowieso schon oft und vielfältig selber gemacht“, ergänzt Günter Feigl, Kassenwart des Vereins. „Da gibt es viele Vereinsmitglieder, die sich in ihrer Freizeit darum kümmern können.“

Investitionen sind nicht Teil des Vertrages

Nicht Teil der Vereinbarungen sind Investitionen, die zum Erhalt der Anlage erforderlich sind. So musste der Kunstrasenplatz gerade für viel Geld erneuert werden, da das Granulat verklumpte. „Das war ein bittere Erfahrung, wieviel Geld so etwas kosten kann“, so Ole Junker. Für die Wartung des Platzes ist außerdem eine spezielle Bürste erforderlich, die von einem Trecker gezogen wird. Ein kombinierter Trecker als Rasenmäher und mit der speziellen Bürste wird jetzt für 22.000 Euro von der Stadt gekauft und dem Verein zur Verfügung gestellt – inklusive einer Garage für 3.000 Euro.

Wenn bezüglich von Investitionen ein Bedarf entstünde, betont Bürgermeister Sarach bei der öffentlichen Unterzeichnung der Verträge, „dann können wir dazu immer ins Gespräch kommen. Wir arbeiten vertrauensvoll zusammen, das haben jetzt die Verhandlungen gezeigt.“

Beide Seiten werten die neue Vereinbarung als Gewinn für alle Beteiligten, Michael Sarach: „Für uns und insbesondere für den Bauhof bedeutet es eine Entlastung. Denn gerade die Mäharbeiten und Pflege des Kunstrasenplatzes binden im Bauhof viel Arbeitsstunden – und die Mitarbeiter dort haben genug anderes zu tun.“ Gerade die bis zu zweimal wöchentlich erforderlichen Mäharbeiten hätten vom Bauhof kaum geleistet werden können.

Für den Verein bedeutet es, bei diesen Arbeiten nicht mehr auf den Bauhof angewiesen zu sein. „Wir haben unsere Spiele, zu denen der Platz spielbereit sein muss“, so Junker, „das können wir jetzt sicher stellen.“

Fußball auf dem Sportplatz des SSC Hagen in der Hagener Allee.

Fußball auf dem Sportplatz des SSC Hagen in der Hagener Allee.

 

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