Vortrag in der St. Johanneskirche: Was wollten eigentlich die Künstler rund um den „Blauen Reiter“?

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Ahrensburg (ve/pm). Für diese Veranstaltung braucht man als Besucher selbst kein Kunstkenner zu sein – die Kunst wird einem kunstvoll erklärt.

"Der Blaue Reiter und seine Generation" - Lichtbildervortrag von und mit dem Kunsthistoriker und Kunstvermittler Eberhard Stosch. Foto: © Eberhard Stosch

„Der Blaue Reiter und seine Generation“ – Lichtbildervortrag von und mit dem Kunsthistoriker und Kunstvermittler Eberhard Stosch.
Foto: © Eberhard Stosch

Der Kunsthistoriker Eberhard Stosch ist am Montag, 15. Januar 2018, in der Schlossstadt zu Gast und hält einen Lichtbildvortrag zu dem „Blauen Reiter und seiner Generation“.

Er selbst – Experte seines Faches – hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Begeisterung für die Kunst an andere Menschen weiterzugeben. Unabhängig davon, welchen Bildungshintergrund oder welches Vorwissen sie haben. Sein Ziel ist es, die Leute dort abzuholen, wo sie sind – und ihre Faszination für die Betrachtung der Kunst zu wecken.

Bei seinem Lichtbildvortrag ab 19.30 Uhr in der St. Johanneskirche, Rudolf-Kinau-Straße 19 in Ahrensburg, soll es um die Revolution der Malerei kurz vor dem Ersten Weltkrieg gehen.

Kunst und Kunstgeschichte: Wie kann sie mitreißend präsentiert werden?

Eberhard Stosch versteht es, Kunstwerke mit Zitaten, Anekdoten und Hintergrundinformationen der Zeit lebendig zu machen. Seit rund 30 Jahren hält Stosch Vorträge in und um Hamburg, ist aktiv als Kunstvermittler beim Hamburger Kunstclub und gibt zahlreiche Seminare, unter anderem an der Volkshochschule in Norderstedt. Bereits zum dritten Mal ist er beim Förderverein St. Johannes Ahrensburg zu Gast.

Der Titel der Veranstaltung steht dabei für den Aufbruch der modernen Kunst in die sogenannte Abstraktion: von der Abbildung hin zur „Erfindung der Realität“. Das Gemälde „Der Blaue Reiter“ (1903) von Wassily Kandinsky, das einen Held, der durch eine Herbstlandschaft reitet darstellt, spielt dabei eine zentrale Rolle. Denn im Dezember 1911 gründete der Künstler gemeinsam mit Franz Marc in München den gleichnamigen Künstlerverein.

Die Gruppe „Der blaue Reiter“: Eine Erneuerung der bildenden Kunst

Dasselbe Bild wird als Illustration der von Marc und Kandinsky herausgegebenen Schrift 1912 verwendet, in der mehrere Texte und Werke der Künstler des Vereins „Der Blauen Reiter“ zusammengestellt sind. Diese Schrift wird zu einem der wichtigsten Künstlermanifeste der modernen Kunst Europas. Die Mitglieder des Vereins verstanden sich selbst als Expressionisten.

Ziel der „Blauen Reiter“ war es, mit den alten Traditionen der Kunstakademien zu brechen und eine Plattform für „Neue Kunst“ zu schaffen.

Kunstwerke von unter anderem Paul Klee, Franz Marc, Wassily Kandinsky, Alexej Jawlensky, August Macke sowie Gabriele Münter und Marianne Werefkin werden bei dem Vortrag im Mittelpunkt stehen, allesamt wichtige Wegbereiter für die moderne Kunst des 20. Jahrhunderts.

Der Eintritt ist kostenfrei. Spenden dienen dem Erhalt der St. Johanneskirche. Weitere Infos zum Verein und seinen Tätigkeiten gibt es unter www.st-johannes-ahrensburg.de.

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