Neujahrsempfang der Stadt Ahrensburg ohne Bürgermeister Sarach

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Ahrensburg (ve). Etwa 250 Gäste kamen zum Neujahrsempfang – der ersten Großveranstaltung der Stadt Ahrensburg in 2018. Nur einer musste kurzfristig absagen – der Gastgeber.

Neujahrsempfang der Stadt Ahrensburg, Bürgervorsteher Roland Wilde und die Stellvertretende Bürgermeisterin Carola Behr mit den besten Wünschen für 2018. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Neujahrsempfang der Stadt Ahrensburg, Bürgervorsteher Roland Wilde und die Stellvertretende Bürgermeisterin Carola Behr mit den besten Wünschen für 2018.
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Für Bürgermeister Michael Sarach begann das Jahr 2018 nicht so gut – er musste aufgrund einer Erkrankung seine Teilnahme am Neujahrsempfang kurzfristig absagen. An seiner Stelle trat die Stellvertretende Bürgermeisterin Carola Behr, die zum Auftakt ihres Grußwortes Michael Sarach beste Genesung wünschte.

Neujahrsempfang Ahrensburg: Blick auf die Wirtschaftslage der Stadt

Vor etwa 250 Gästen blickten Carola Behr und Bürgervorsteher Roland Wilde dann zurück und nach vorne – wie auf dem Neujahrsempfang üblich. Die gute Wirtschaftslage verschaffe der Stadt einen ungeahnt hohen Gewinn auf Seiten der Gewerbesteuer. Dies lasse mit einigermaßen Zuversicht auf die im Haushalt 2018 angestoßenen Projekte schauen. Dazu zählte das Städtebauförderungsprogramm, der Neubau der Moorwanderwegbrücke, der Neubau des badlantic oder die Erweiterung der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule.

Dazu zählte Carola Behr auch und ausdrücklich eine Tiefgarage unter dem Stormarnplatz für 240 Stellplätze, die für die Innenstadt und die Wirtschaft sowie den Einzelhandel wichtig seien. „Wenn alles klappt, ist es möglich, dass der Bau dieser Tiefgarage schon 2019 beginnen könnte“, so Carola Behr – und das wäre dann einmal für die Stadt Ahrensburg ein selten schnelle Umsetzung eines Projektes.

Neujahrsempfang der Stadt Ahrensburg, Gäste der Veranstaltung. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Neujahrsempfang der Stadt Ahrensburg, Gäste der Veranstaltung.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

„Wir stehen aber auch vor Herausforderungen“, so Carola Behr, „für die wir Lösungen suchen und finden müssen.“ Der Verkehr und intakte Straßen, Rad- und Gehwege sowie ausreichend Parkraum in der Innenstadt sind für sie diesbezüglich ein Beispiel. Mit Blick auf die weitere Zuweisung geflüchteter Menschen – derzeit wird von 124 Neuankömmlingen in 2018 ausgegangen – betonte Behr: „Wir sehen die Unterschiede und wir sehen angesichts der Schicksale der geflüchteten Menschen, wie gut es uns geht und in was für einer privilegierten Zeit wir leben.“ Auf noch eines verwies Carola Behr genauso wie Roland Wilde: Zu der Zahl der Menschen, die im Zuge des Familiennachzuges nach Ahrensburg kämen, gäbe es derzeit keine verlässlichen Angaben.

Die engagierte Arbeit mit um um die Flüchtlinge, geleistet vom Freundeskreis für Flüchtlinge, sowie mehrfach die Arbeit der Ahrensburger Feuerwehren wurde immer wieder von der Stellvertretenden Bürgermeisterin und dem Bürgervorsteher als für die Stadt so wichtiges Ehrenamt genannt – verbunden mit deutlichen Dankesworten. Doch Wilde ergänzte auch: „Die Kraft des Ehrenamtes ist nicht unbegrenzt.“

Roland Wilde: Das „Wir-Gefühl“ in der Schlossstadt

Wilde lobte in seinem Grußwort die Erstarkung des „Wir- Gefühles“, das sich in der Schlossstadt etabliert habe. Das betreffen die gesamte Stadt wie auch die Zusammenarbeit von Politik und Verwaltung: „Diese Zusammenarbeit ist auf dem Weg der Verbesserung, aber noch lange nicht dort, wo ich sie haben möchte.“ Ausführliche Kommunikation sei dazu erforderlich, Wilde: „Kommunikation ist der Rohstoff der politischen Debatte.“

In diese politische Debatte stieg Wilde gleich ein bisschen ein mit einigen Positionen, so sagte Wilde zur Frage, ob die Sportplätze im Zuge einer Neuplanung des Stormarnplatzes nach Beimoor Süd verlegt werden sollten: „Eine Innenstadt ohne grüne Lunge und den Fußballplatz des Stormarnplatzes kann ich mir nicht vorstellen.“ Oder er benannte die Situation in der Klaus-Groth-Straße: „Wir werden eine Lösung für mehr Sicherheit am CCA finden.“ Durch die Blume sprach er sich für Überwachungskameras aus: „Überwachen lassen möchte sich keiner, aber gegen Beobachtungskameras dürfte keiner etwas einzuwenden haben.“

Wilde kündigte für 2018 eine Blue Night an und hoffte darauf, dass ein weiterer Tag der Vereine mehr Interessierte für das Ehrenamt bringe. Politik und Verwaltung sowie die Bürgerinnen und Bürger der Stadt tun vieles dafür, damit es „den Menschen im Mikrokosmos Ahrensburg weiterhin gut geht“, so Wilde.

Eines ist klar: Ahrensburg blickt auf ein Wahljahr mit Kommunalwahlen. Wie und wer um die Geschicke der Stadt nach der Wahl im Mai 2018 ringen wird, entscheiden die Ahrensburgerinnen und Ahrensburger neu.

Neujahrsempfang der Stadt Ahrensburg, Ehrengäste der Veranstaltung: Ludwigslusts Stadtpräsident Helmut Schapper (zweiter von rechts) und Bürgermeister Reinhard Mach (links) mit Rolf Griesenberg, Roland Wilde und Horst Marzi (von links). Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Neujahrsempfang der Stadt Ahrensburg, Ehrengäste der Veranstaltung: Ludwigslusts Stadtpräsident Helmut Schapper (zweiter von rechts) und Bürgermeister Reinhard Mach (links) mit Rolf Griesenberg, Roland Wilde und Horst Marzi (von links).
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Anwesend auf dem Neujahrsempfang waren erneut mit Bürgermeister Reinhard Mach und Stadtpräsident Helmut Schapper Gäste aus der Partnerstadt Ludwigslust anwesend. Außerdem im Saal waren die Landtagsabgeordneten Tobias von Pein (SPD) und Tobias Koch (CDU), Detlev Hinselmann von der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) und der DEHOGA-Vorsitzende Axel Strehl. Auf der Bühne sorgte das Jazz-Trio „Three little words“ für musikalische Unterhaltung. Zahlreiche Vertreter aus der Politik und von Vereinen und Verbänden sowie aus der Wirtschaft waren ebenfalls der Einladung der Stadt gefolgt.

Neujahrsempfang der Stadt Ahrensburg. Den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Ahrensburg wurde für ihr unermüdlicher Einsat gedankt. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Neujahrsempfang der Stadt Ahrensburg. Den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Ahrensburg wurde für ihr unermüdlicher Einsat gedankt.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

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