Rathaus: Ausstellung „Wir sind da“ – Bilder von Geflüchteten

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Ahrensburg (je/pm). Andrea Zander-Reinert unterrichtete zwei Jahre lang Flüchtlinge in Deutsch. Jetzt hat sie sie gemalt.

Rathaus: Ausstellung "Wir sind da" - Bilder von Geflüchteten. Foto: A. Zander-Reinert

Rathaus: Ausstellung „Wir sind da“ – Bilder von Geflüchteten. Foto: A. Zander-Reinert

Herausgekommen ist die Ausstellung „Wir sind da“ mit 20 Bildern von Geflüchteten, darunter neun großformatige Porträts. Die Vernissage ist am Donnerstag, 1. Februar 2018, um 18 Uhr. Die Ausstellung ist von Freitag, 2. Februar, bis Mittwoch, 28. Februar 2018, im Ahrensburger Rathaus zu besichtigen.

Rathaus: Ausstellung „Wir sind da“ – Bilder von Geflüchteten

Als im Jahr 2015 Flüchtlinge nach Ahrensburg kamen, entschloss sich Angela Zander-Reinert, bei der
Integration zu helfen. Die Ammersbekerin wandte sich an den Freundeskreis für Flüchtlinge in Ahrensburg. Es war ein großer Bedarf an Lehrern für Deutschunterricht vorhanden. „So habe ich einmal wöchentlich unterschiedlichen Geflüchteten Deutsch beigebracht.“ Sie lernte die Geflüchteten aus Tschetschenien, Afghanistan, Armenien und Syrien näher kennen und konnte auch ihre Ängste und Zukunftssorgen verstehen.

„Diese Menschen haben in den vergangenen zwei Jahren, in denen ich mit ihnen gearbeitet habe, bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen“, sagt Angela Zander-Reinert und erzählt weiter: „Ich habe gemerkt, dass ich mich immer stärker auf das Thema Flucht und Vertreibung eingelassen habe. So kam ich dazu, Flüchtlingssituationen zu malen. Die Inspirationen fand ich in den aktuellen Zeitungen, ganz verschiedene Situationen, in denen die Geflüchteten als Gruppe erschienen.“

Rathaus: Ausstellung "Wir sind da" - Bilder von Geflüchteten. Foto: A. Zander-Reinert

Rathaus: Ausstellung „Wir sind da“ – Bilder von Geflüchteten. Foto: A. Zander-Reinert

Beim Vertiefen des Themas merkte sie, dass es sie zu den einzelnen Schicksalen hinführte. „Ich wollte näher an den Menschen heran und Porträts malen. Deshalb habe ich mich auch für ein relativ großes Format (140 x 120 Zentimeter) entschieden. Bei diesem Format sieht man unwillkürlich hin, das wollte ich erreichen. Ich möchte durch diese Darstellung dem einzelnen Geflüchteten ein „Gesicht“ geben. Auch, wenn ich Geflüchtete aus Ahrensburg gemalt habe, so sind sie doch als „Stellvertreter“ für die große Zahl zu uns Gekommener anzusehen“, so Angela Zander-Reinert.

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