Fortbildung für Lehrer und Schulsozialpädagogen: „Sterben, Tod und Trauer im Schulalltag“

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Ahrensburg (je/pm). Hospizarbeit und Schulalltag, passt das zusammen? Verlust, Sterben, Tod und Trauer – das sind schwierige Themen, eine Herausforderung für jede Schule, dennoch Themen, die Aufmerksamkeit erfordern.

Themenbild Trauer. Foto:©Bernd Kasper/pixelio.de

Themenbild Trauer.
Foto:©Bernd Kasper/pixelio.de

Mit der Fortbildung „Sterben, Tod und Trauer im Schulalltag“ bietet der Ahrensburger Hospizverein interessierten Lehrern und Schulsozialpädagogen eine Auseinandersetzung mit diesen Themen an. Zum Informationsabend laden die Organisatorinnen des Hospizvereins am Donnerstag, 8. Februar 2018, um 19.30 Uhr ins Peter-Rantzau-Haus ein.

Fortbildung für Lehrer und Schulsozialpädagogen: „Sterben, Tod und Trauer im Schulalltag“

Die Fortbildung ist für alle Teilnehmer kostenlos, da der Hospizverein dafür einmalig Fördergeld der NDR-Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ bekommen hat, nachdem ein erstes Pilotprojekt dieser Fortbildung mit einer Gruppe von 13 Teilnehmern der Stormarnschule erfolgreich abgeschlossen wurde.

Die Fortbildung läuft zwischen März und Juni 2018 an drei Nachmittagen, jeweils rund 2,5 Stunden, und an einem Doppeltermin (Freitagnachmittag und Samstagvormittag inklusive Übernachtung). Nähere Auskünfte erteilen Sabine Schaefer-Kehnert, sschaeferkehnert@gmail.com, und Katja Balkenhol, katja.balkenhol@t-online.de, die neben einer externen Referentin als Verantwortliche des Hospizvereins die Fortbildung leiten.

Der Hospizverein möchte das Thema „Verlust, Trauer, Sterben und Tod“ mit dieser Fortbildung weiter aus der Tabuzone herausholen, es als selbstverständlichen Bestandteil in den Schulalltag integrieren. Alle Kinder haben sicherlich – auch ohne großen Notfall an der Schule – bereits Erfahrung mit Verlust, mit Trauer, mit Sterben und Tod gemacht. Sei es die Trennung der Eltern, der Tod eines Haustieres, das Erleben, dass die Großeltern sterben. Ganz abgesehen von dem Sterben, das Kinder und Jugendliche in den Medien und am PC erleben. Das Bewusstsein um die Endlichkeit des Lebens trägt aber auch dazu bei, das Leben selbst zu bejahen und wert zu schätzen.

Diese Themen gehören auch zum Leben von Kindern und Jugendlichen. Oft aber möchten Eltern ihre Kinder davor schützen, scheuen sich, sie einzubeziehen. Aber Kinder brauchen altersgerechte und ehrliche Antworten, Offenheit und Sensibilität. Sie gehen oft viel unverkrampfter und selbstverständlicher mit Trauer, Verlust und Tod um als Erwachsene. Sie haben Bilder dazu, wissen zu reagieren, sprechen die Themen direkt an – wenn die Erwachsenen sie denn lassen. Und wenn sie einen Notfall erleben, hilft es, wenn auch Schule ihnen Raum und Menschen anbietet, die sich Zeit nehmen und sich mit diesen Themen sicher fühlen. Die Schule ist neben der Familie der Ort, an dem Kinder und Jugendliche die meiste Zeit ihres Lebens verbringen, der Ort, der neben dem Zuhause die größte Sicherheit bietet. Die Initiative des Hospizvereins bietet den Schulen dazu Unterstützung an.

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