Hospizverein Ahrensburg: Zum Sterben die Hand reichen

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Ahrensburg (msa). Der Hoispizverein setzt sich für einen würdevollen Umgang mit unheilbar Kranken und Sterbenden ein.

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages der drei Einrichtungen mit dem Verein Hospiz Ahrensburg: Anke Brammen (Platzleitung Hamfelde), Ramona Bruhn-Tobler, Claudia Sonntag (Haus Gartenholz), Marian van der Maten (stellvertretende Vorsitzende, Hospiz), Iris Bremmes (Wohnhaus Ahrensburg der Alsterdorf Assistenz Ost) und Sabine Schaefer-Kehnert (Vorsitzende, Hospiz, von links) haben in der neuen Kooperation viel vor. Foto:©Michael Sakrzewski/ahrensburg24.de

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages der drei Einrichtungen mit dem Verein Hospiz Ahrensburg: Anke Brammen (Platzleitung Hamfelde), Ramona Bruhn-Tobler, Claudia Sonntag (Haus Gartenholz), Marian van der Maten (stellvertretende Vorsitzende, Hospiz), Iris Bremmes (Wohnhaus Ahrensburg der Alsterdorf Assistenz Ost) und Sabine Schaefer-Kehnert (Vorsitzende, Hospiz, von links) haben in der neuen Kooperation viel vor.
Foto:©Michael Sakrzewski/ahrensburg24.de

Der gemeinnützige Verein Hospiz Ahrensburg engagiert sich seit 20 Jahren ehramtlich in der Sterbe- und Trauerbegleitung. Menschen haben meist den Wunsch, in vertrauter Umgebung und frei von Schmerzen sterben zu können. Dabei benötigen sie Hilfe in Form von menschlicher und persönlicher Zuwendung.

Hospizverein Ahrensburg: Hilfe für besonders Hilfsbedürftige

Trotzdem ist es in unserer hektischen Zeit nicht allen vergönnt, in ruhigem und würdevollem Umfeld sterben zu dürfen. Dem Verein Hospiz war es schon immer ein Anliegen, auch Projekte mit Wohneinrichtungen für Menschen mit geistig und körperlichen Behinderungen zu unterstützen. Als dann im Jahr 2016 der Norddeutsche Rundfunk (NDR) die Benefiz Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ ins Leben rief, war genau das die Grundlage um das Angedachte in die Tat umzusetzen.

Mehr als drei Millionen Euro sind bei der NDR-Aktion für Hospiz- und Palliativarbeit zusammen gekommen. Davon gehen jetzt 43.000 Euro an den Verein Hospiz Ahrensburg, der damit jetzt sein Projekt endlich verwirklichen kann.

Kooperation mit Stormarner Einrichtungen

So kommt es nun zu einer Zusammenarbeit mit den Einrichtungen Stormarner Wege „Haus Gartenholz“, Wohnhaus Ahrensburg der Alsterdorf Assistenz Ost und dem Haus Apfelstern der Hermann Jülich Werkgemeinschaft in Hamfelde Stormarn. Nach einem ersten Treffen aller Verantwortlichen im Dezember 2017 konnte jetzt ein Kooperationsvertrag zwischen dem Verein Hospiz und den drei Einrichtungen unterzeichnet werden.

Der Vertrag sieht zum Beispiel die Ausbildung von Mitarbeitern in der Palliativ-Care-Versorgung (PC), inklusive einer Einführung und allgemeinen Informationen zu Palliativ-Care, Sterbebegleitung und Trauerbegleitung für alle Mitarbeiter der einzelnen Einrichtungen vor.

Weiterhin eine Ausbildung oder ein Praktikum von drei Monaten für die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hospiz Ahrensburg im Umgang in Sterbebegleitung und der Trauerbegleitung von behinderten Menschen. Die Aufgabe der Projektbegleitung und Supervison übernimmt Ramona Bruhn-Tobler (Dipl. Reha-Pädagogin, MAS Palliativ Care und Kinder- und Jugendtrauerbegleiterin) aus Hamburg.

Ziel dieser Kooperation ist, dass die Bewohner der Einrichtungen auch bis zu  ihrem Tod in den Häusern und damit in ihrem Zuhause bleiben können. Hinter diesem so einfach formulierten Ziel verbirgt sich ein großes Projekt mit gemeinsamen Ausbildungen in Palliativ Care für die Mitarbeiter, in der Sterbebegleitung erwachsener Menschen mit Behinderung und dem Aufbau   eines Netzwerkes.

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