Neubau Georg-Sasse-Straße: Planungen leicht modifiziert

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Ammersbek (ve). Um den Neubau an der Georg-Sasse-Straße in Ammersbek gibt es eine breite Debatte. Nun haben die Planer das Projekt erneut der Öffentlichkeit vorgestellt.

Neubau an der Kreuzung Georg-Sasse-Strasse Ecke Hamburger Strasse: Der neue Planung des Architektenbüros Westphal + Bewing Architekten GmbH. Foto:ahrensburg24.de

Neubau an der Kreuzung Georg-Sasse-Strasse Ecke Hamburger Strasse: Der neue Planung des Architektenbüros Westphal + Bewing Architekten GmbH.
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Bereits vor einigen Monaten waren zahlreiche Interessierte nach Ammersbek in die Kirche Hoisbüttel gekommen, um zu erfahren, was an der Ecke – dem „Ortseingang Ammerbek“ – entstehen soll. Lesen Sie dazu den Beitrag „Neubau an der Ammersbeker Georg-Sasse-Straße: „Super Idee – aber bitte anders!“

Sie forderten die Planer zu Veränderungen auf und die wurden nun am gleichen Ort unter Moderation von Bürgermeister Horst Ansén vorgestellt. Nicht ganz so voll war der Saal diesmal, aber noch immer kamen etwa 130 Ammersbeker zu der Versammlung.

Neubau an der Georg-Sasse-Straße: Manches kritisieren die Lottbeker

Gestört hatten die Ammersbeker sich an der Fällung der großen Bäume, an der Verkehrsführung durch die Georg-Sasse-Straße, an die Zunahme des Verkehrs und die Gestaltung des Baukörpers. Insbesondere auch die Planung, ein Eiscafé auf dem Gelände zu eröffnen, war auf wenig Gegenliebe gestoßen. Die Ammersbeker fürchteten um die Existenz des vorhandenen Eiscafés in der Georg-Sasse-Straße, dass sie gerne erhalten hätten.

Und auch wenn auch alle Punkte öffentlich angesprochen wurden, so muss mancher Kompromiss geschlossen werden. Eines stellte Ansén klar, allerdings dies nur nachrichtlich: „Der Investor hat Ihren Wunsch gehört, die Eisdiele im hinteren Bereich der Georg-Sasse-Straße nicht zu gefährden.“ Was genau der Investor in dem Pavillion auf dem Gelände plane, konnte allerdings weder Ansén noch die Planer, Architektin Christina Gatzen und Stadtplaner Stefan Röhr-Kramer, definitiv mitteilen.

Dem Wunsch, die drei alten Bäume auf dem Gelände zu erhalten, kommt die Planung nur teilweise nach. Die Gebäudeumrisse und die Wegeführung wurden derart verändert, dass zwei der große Bäume stehen bleiben können. Die Gemeindevertretung hat dies akzeptiert, lesen Sie dazu den Beitrag „Bauprojekt Georg-Sasse-Straße: Ein Baum wird gefällt werden„.

Verkehrsführung: Eine Art großer Kreisverkehr

Ein großes Anliegen war die Verkehrsführung, am liebsten hätten es die Lottbeker, dass der Verkehr auf der Hamburger Straße bleibt. Doch das sei ausgeschlossen, da diese Straße als vielbefahrene Landesstraße eine Ein- und Ausfahrt aus einer Tiefgarage nicht aufnehmen könnte. Damit muss die Einfahrt an der Georg-Sasse-Straße erfolgen – und wenn die Autos denn mal dort sind, müssen sie auch von dort wieder weg – über die Georg-Sasse-Straße.

Die günstigste Wegeführung sei nach „intensiven Untersuchungen“ durch die Planer eine Art Kreisverkehr. Denn die Fahrzeuge sollen vorne auf dem Gelände des Neubaus in die Tiefgarage einfahren und auf der Rückseite zwischen Neubau und Bahngleisen wieder raus. Dann würden sie über eine kleine Straße im Schritttempo Richtung Park&Ride-Parkhaus geleitet und dort auf die Georg-Sasse-Straße. Im Bereich zwischen Parkhaus und Hamburger Straße wird also der größte Verkehrszuwachs zu verzeichen sein.

„Was haben wir für Alternativen?“ fragte Ansén zu diesem Punkt in den Saal, „nur zwei: Wo gebaut wird, entsteht Verkehr, anders geht es nicht. Wenn kein Verkehr entstehen soll, kann demzufolge nicht gebaut werden. Und das wollen wir nicht, oder?“

Neubau an der Kreuzung Georg-Sasse-Strasse Ecke Hamburger Strasse: Der neue Planung des Architektenbüros Westphal + Bewing Architekten GmbH. Foto:ahrensburg24.de

Neubau an der Kreuzung Georg-Sasse-Strasse Ecke Hamburger Strasse: Der neue Planung des Architektenbüros Westphal + Bewing Architekten GmbH.
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Der Baukörper: Flachdach, Dachbegrünung, Arkaden

Für den Baukörper haben die Architekten ein Flachdach mit Dachbegrünung vorgeschlagen. Auch dies allerdings stieß nicht nur auf Begeisterung, viele wünschten sich ein Satteldach. Aber, so Architektikn Gatzen, „das Flachdach mit Dachbegrünung ist die beste Lösung für die Ableitung des Regenwassers. Wir sind mit Blick auf die umstehenden Gebäude außerdem zu der Überzeugung gekommen, dass Ammersbek an diese Ort ein Flachdach verträgt. Ich geben Ihnen Recht – das ist nicht an jedem Standort der Fall.“

Die Gestaltung des Baukörpers wurde insgesamt ein bisschen aufgelockert. So gibt es rund um das Gebäude einen Arkadengang, der insbesondere zwischen Gebäude und Georg-Sasse-Straße die Platzstruktur unterstützt. Ein Staffelgeschoss setzt zudem das Obergeschoss teilweise etwas zurück. Neben einen Drogeriemarkt und vier bis sechs Einzelhandelsgeschäfte werden vorraussichtlich 43 Wohneinheiten entstehen. Ob und in welcher Form Büros oder Arztpraxen dort einziehen können, steht noch nicht fest.

Auch die Einfahrt der Tiefgarage soll gestaltet werden. So soll über eine Anhebung des Platzes eine weitgehende Überdachung der Einfahrt möglich werden.

Eine wichtige Botschaft haben Planer und Bürgermeister: Die öffentliche Veranstaltung fand zu Beginn der Beteiligung Träger öffentlicher Belange statt. Vereine, Verbände und Bürger können jetzt Eingaben zur Planung machen und deutlich machen, was ihnen nicht gefällt. Eingaben nimmt im Rathaus Ammersbek Mareike Schulz unter der E-Mail mareike.schulz@ammersbek.de entgegen. Sie können aber per Post, Am Gutshof 3, 22949 Ammersbek) gesendet oder persönlich im Rathaus abgegeben werden.

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