Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft: Vorträge über Albert Einstein und Antibiotikaresistenzen

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Ahrensburg/Großhansdorf (je/pm). Wer Genaueres über aktuelle Forschungsergebnisse zur Relativitätstheorie Albert Einsteins oder zu Antibiotikaresistenzen erfahren möchte, kann sich Vorträge der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft anhören.

Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft: Der erste Vortrag widmet sich der Relativitätstheorie Albert Einsteins. Foto: S. Meng, pixelio.de

Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft: Der erste Vortrag widmet sich der Relativitätstheorie Albert Einsteins. Foto: S. Meng, pixelio.de

Am Dienstag, 20. Februar 2018, um 20 Uhr referiert Dr. Sönke Harm vom Institut für Experimentelle und Angewandte Physik der Christian-Albrechts-Universität Kiel im Gemeindesaal der Schloßkirche Ahrensburg, Am Alten Markt 9, über „100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie“.

Vor 25. November 1915 stellte Albert Einstein die Ergebnisse seiner achtjährigen Arbeiten an der Allgemeinen Relativitätstheorie der preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin vor. Neben physikalischen Gesichtspunkten ausgehend von der im sogenannten „Wunderjahr“ 1905 veröffentlichten Speziellen Relativitätstheorie und einem Einblick in die von Einstein initiierte Wandlung der Begriffe Zeit, Raum und Gravitation geht der Vortrag auch auf historische Aspekte, Einsteins teilweise sehr widersprüchliches und abwechslungsreiches Leben sowie seine individuelle Arbeitsweise ein. Zum heutigen Zeitpunkt, 100 Jahre nach der Veröffentlichung der damals zunächst sehr umstrittenen Theorie, sind mittlerweile fast alle nach der Theorie erwarteten Effekte mit sehr großer Genauigkeit experimentell bestätigt worden, sodass die Allgemeine Relativitätstheorie heute als sehr gut gesichert angesehen werden kann. Abschließend geht der Referent auf einige Auswirkungen der Theorie Einsteins auf unser heutiges Leben wie zum Beispiel bei Navigationssystemen (GPS/Galileo) sowie auf den heutigen Kenntnisstand im Bereich der Kosmologie mit noch einer Reihe offener Fragen ein.

Großhansdorf Rosenhof 2: „Evolutionäre Medizin: Kampf gegen Antibiotikaresistenzen“

Antibiotikaresistenzen breiten sich derzeit mit großer Geschwindigkeit bei menschlichen Krankheitserregern aus. Einige Infektionen lassen sich deswegen schon gar nicht mehr behandeln. Antibiotikaresistenzen werden bereits zu den größten Gefahren für die öffentliche Gesundheit gezählt. Was kann man dagegen tun? Ein zentrales Problem liegt in der Entstehung und Ausbreitung der Resistenzen, also in der Art und Weise, wie die Krankheitserreger evolvieren und sich an Antibiotika anpassen. Dieser Aspekt wird bei vielen Krankheitserregern nur unzureichend verstanden.

In seinem Vortrag am Donnerstag, 22. Februar 2018, um 19.30 Uhr im Großhansdorfer Rosenhof 2 erläutert Prof. Hinrich Schulenburg vom Zoologischen Institut, Arbeitsgruppe Evolutionsökologie und Genetik, der Christian-Albrechts-Universität Kiel, in welcher Art und Weise Erkenntnisse zur Evolution der Krankheitskeime helfen können, nachhaltige Behandlungsstrategien zu entwickeln und hierüber Lösungsansätze zur Antibiotikakrise zu finden. Dies ist ein wichtiges Feld der Evolutionären beziehungsweise Darwinschen Medizin, das aktuell in der Forschung verfolgt wird. Die Überlegungen im Vortrag werden mit Hilfe aktueller Untersuchungsergebnisse veranschaulicht.

Eintrittspreise

Für beide Vorträge kostet der Eintritt jeweils fünf Euro, ermäßigt vier Euro. Studenten und Schüler zahlen einen Euro, Mitglieder sind frei.

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