Erweiterungsbau für das Schulzentrum: Für die WAB das nächste Großprojekt

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Ahrensburg (ve). Lehrer, Schülern und Eltern haben sich jüngst im Bildungsausschuss massiv über den Sanierungsstau im Schulzentrum am Heimgarten beschwert. Nun will die WAB beantragen, die Sanierung in Angriff zu nehmen.

Themenbild weiterführende Schulen in Ahrensburg. Fotos:©MonikaVeeh/SilkeMascher/Montage:ahrensburg24.de

Themenbild weiterführende Schulen in Ahrensburg.
Fotos:©MonikaVeeh/SilkeMascher/Montage:ahrensburg24.de

Der Befall mit Legionellen in der Sporthalle ist nur das letzte Tröpfchen auf dem Fass der Geduld der Heimgärtler. Laut ihrer Schilderung im Bildungsausschuss fehle es seit Jahren an Investitionen in dem Bau aus den 70er Jahren. Die Entwicklung der Schülerzahlen sowie die Umstellung auf G9 am Eric-Kandel-Gymnasium würden zudem mittel- und langfristig weitere Räume erforderlich machen. Und nicht zuletzt der Wunsch nach einem neuen pädagogischen Raumplan, dem Lehrerraumsystem, mache es erforderlich, einen Anbau am Schulzentrum zu errichten. Lesen Sie dazu auch den Beitrag „Schulausfall, Sanierungsstau, Raumot: Ahrensburgs Schulen in Bedrängnis„.

WAB: Festsetzung eines Erweiterungsbaus jetzt im Schulentwicklungsplan

Die Wählergemeinschaft in Ahrensburg für Bürgerbeteiligung (WAB) will diesen Wünschen nachkommen. Sie hat für die nächste Sitzung des Bildungsausschusses am kommenden Donnerstag, 1. März 2018, einen Antrag vorbereitet. Auf der Tagesordnung dieser Sitzung steht erneut der Schulentwicklungsplan der Stadt Ahrensburg.

Diesen Schulentwicklungsplan möchte die WAB geändert haben. Es soll beschlossen werden, dass 2021 mit dem Bau eines Erweiterungsbaus für das Schulzentrum begonnen werden soll. Die Finanzierung diese Projektes soll entsprechend im Haushalt 2021 und 2022 eingestellt werden. Der Schulentwicklungsplan schlägt bislang die Sanierung der Aluminium-Fassade vor, entsprechend sollten Planungskosten in Höhe von 100.000 Euro in den Haushalt 2021 eingestellt werden.

Der Entwicklungsplan selber soll laut Antrag von Dustin Holzmann ergänzt werden um die Sätze: „In Anbetracht der gravierenden baulichen Mängel des Schulzentrums und der nachhaltig dynamischen Entwicklung der Schülerzahlen an der Gemeinschaftsschule Heimgarten ist eine Sanierung des Schulzentrums Heimgarten ab 2021 dringend geboten. Daher sollte mit den Planungen eines Sanierungs- und Erweiterungskonzepts für beide im Schulzentrum bestehenden Schulen in 2019 begonnen werden.“ (Seite 82)

„In Anbetracht der gravierenden baulichen Mängel des Schulzentrums und der unzureichenden Anzahl an Räumen für das EKG ist eine Sanierung des Schulzentrums Heimgarten ab 2021 dringend geboten. Daher sollte mit den Planungen eines Sanierungs- und Erweiterungskonzepts für beide im Schulzentrum bestehenden Schulen in 2019 begonnen werden.“ (Seite 86)

Das sagt der Schulentwicklungsplan

Derzeit erkennt der Schulentwicklungsplan zusätzlichen Raumbedarf für die Gemeinschaftsschule an. Er ergebe sich daraus, dass Klassen häufig zur Binnendifferenzierung des Unterrichts weitere Gruppenräume benötigen, sowie aus dem Raumbedarf der Schulsozialarbeit. Daher solle eine Kooperation mit dem Eric-Kandel-Gymnasium Raumprobleme lösen, indem die Oberstufeschüler in Wanderklassen unterrichtet werden sollen. Diesen Vorschlag allerdings halten beide Schulleiter für nicht akzeptabel.

Heizungsanlage m Schulzentrum: Die Grünen wollen sie sanieren

Auf der Sitzung des Bildungsausschusses wird es auch einen Sachstandsbericht zum Betrieb der Heizungsanlage im Schulzentrum Am Heimgarten geben. Die veraltete Anlage reicht nicht aus, das gesamte Gebäude ausreichen zu beheizen, so dass teilweise der Schulunterricht aufgrund zu kalter Klassenräume ausfallen musste. Bündnis 90/Die Grünen wollen den Schulentwicklungsplan ändern mit Blick auf die defekte Heizungsanlage. Sie wollen in dem Plan festgelegt wissen, dass die Reparatur der Heizung unverzüglich umzusetzen sei.

Der Schulentwicklungsplan ist bereits jüngst auf der Sitzung des Ausschusses kontrovers diskutiert worden. Von verschiedenen Schulen sind zudem Kritik oder zumindest mahnende Worte als Antwort eingereicht worden.

So gibt es den Beschluss, die Möglichkeit einer Offenen Ganztagsschule (OGS) an der Grundschule am Reesenbüttel zu prüfen. Nun steht im Raum, mittelfristig das Raumangebot der anderen Grundschulen auf eine solche Schulform auszurichten. Das wünscht sich zum Beispiel explizit die Grundschule am Hagen. Schulleiterin Uta Thun zieht außerdem die progostizierten Schülerzahlen in Zweifel und warnt, dass bereits jetzt 36 Erstklässlern nach den Sommerferien kein Hortplatz angeboten werden könne. Der Schulentwicklungsplan schlägt vor, für 2019 ein Ausbaukonzept für die Grundschule zu erarbeiten.

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