Das Schulzentrum am Heimgarten wird saniert – also nicht jetzt, aber bald

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Ahrensburg (ve). Doch, sie haben es beschlossen. Sie haben beschlossen, dass das Schulzentrum am Heimgarten saniert wird. Mit einer kleinen Zeitverschiebung.

Themenbild weiterführende Schulen in Ahrensburg. Fotos:©MonikaVeeh/SilkeMascher/Montage:ahrensburg24.de

Themenbild weiterführende Schulen in Ahrensburg.
Fotos:©MonikaVeeh/SilkeMascher/Montage:ahrensburg24.de

Der Unterschied zu den vorherigen Zeitverschiebungen: diesmal ist es die letzte. Weiter verschoben werden sollen die Bauarbeiten an dem Gebäude aus den 70er Jahren nicht. Also voraussichtlich nicht – soweit man jetzt in die Zukunft schauen kann.

Ironie beiseite – worum geht es? Im Rahmen des Schulentwicklungsplanes gibt es auch einen Raumplan, es wird auch geplant, ob und wann ein Schulgebäude der Stadt saniert oder erweitert werden kann. Denn die Nutzer des Schulzentrums, das Eric-Kandel-Gymnasium (EKG) und die Gemeinschaftsschule am Heimgarten, fordern dies seit langem. An einigen Stellen muss das Gebäude dringend saniert werden und das wurde von den Schulleitern auch der Verwaltung mitgeteilt. Die Beschlüsse zu Baumaßnahmen allerdings wurden immer wieder verschoben, „seit mindestens vier oder fünf Jahren“, so EKG-Schulleiter Gerd Burmeister.

Unverzüglich und vorgezogen: Die Sanierung der Heizungsanlage im Schulzentrum

Doch akute Probleme in jüngster Vergangenheit haben die Blickrichtung in Richtung Heimgarten gezwungen. Der Befall mit Legionellen im Sportrakt, aktuell saniert für etwa eine Million Euro. Und die veraltete Heizungsanlage, die nicht ausreichend Wärme in alle Klassenräume bringt. Arbeiten an der Anlage sind jetzt „unverzüglich umzusetzen“, wie der Bildungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat.

Bleibt allerdings ein Gebäude, dass in einigen Teilen aus den 70er Jahren stammt, eine dementsprechend baufällige Substanz aufweist und außerdem zu wenig Klassen und Gruppenräume hat. Nach massiven Protesten auch der Eltern zeigten sich die Mitglieder des Bildungsausschuss jüngst verständig und stellten die Dringlichkeit der Baumaßnahme nicht in Frage. Die Frage nach dem „wann“ stellten sie trotzdem, denn das ist wie so oft eine Frage des Geldes.

Derzeit wird die Erweiterung der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule geplant und umgesetzt, Kosten: etwa fünf Millionen Euro. Der Bau ist notwendig, da die Unterbringung von Klassen in der Fritz-Reuter-Schule nicht mehr lange erfolgen kann. Nebenbei gesagt ist dafür auch die Baufälligkeit eben jenes Gebäudes eine Ursache …

Und zwei Projekte in dieser Größenordnung gleichzeitig überschreite die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt, hieß es auf der Sitzung des Bildungsausschusses. Auch gebe es nicht genügend Kapazität im Personal, um beide Projekte parallel zu bearbeiten.

Schulzentrum am Heimgarten ist das nächste Großprojekt

Bleibt die Frage nach dem Wann. Die WAB hatte in einem Antrag die Dringlichkeit gesehen und 2019 als Jahr der Planung vorgeschlagen. Doch das trauten sich die politischen Mitstreiter nicht, die anderen Fraktionen baten darum, das Planungsjahr für 2020 vorzusehen. Bei einer Enthaltung der FDP wurde dieser Antrag einstimmig angenommen. „Das ist doch schon mal etwas“, sagten die Schulleiter Gerd Burmeister und Thomas Gehrke auf der Sitzung des Ausschusses. Sie vertrauen darauf, dass diese Verschiebung die letzte ist.

Schulentwicklungsplan: Schule in Ahrensburg bleibt auf Wachstumskurs

Mit dieser Ergänzung ist damit der Schulentwicklungsplan für die Jahre 2017 bis 2021 beschlossen worden. Er geht davon aus, dass die Schülerzahlen auch in den kommenden Jahren in Ahrensburg steigen, unter anderem durch den Zuzug von Neubürgern. Eine Herausforderung für die Ahrensburger Schullandschaft ist zudem die von vielen geforderte Ganztagsbetreuung der Grundschulkinder. Da kaum ausreichend Hortplätze geschaffen werden können, wurde in Auftrag gegeben, für die Grundschule am Reesenbüttel eine Offene Ganztagsschule zu schaffen.

Gleichzeitig wird auch an den weiterführenden Schulen zunehmend ein Bedarf an längerfristiger Betreuung gesehen. Insbesondere die Schulen wünschen sich mehr Räume für differenzierten Unterricht oder sogar das Lehrerraumkonzept, in dem ein Lehrer einen Klassenraum als festen Arbeitsraum für sich zugeordnet bekommt und die Klassen zu den Lehrern gehen. All‘ dies kann der Schulentwicklungsplan derzeit kaum abdecken, er gewährt den Schulen die Erweiterung um die dringenst notwendigen Räume.

2020 soll der Erweiterungsbau der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule fertig sein. Dann sollen die Planungen für eine Erweiterung am Schulzentrum am Heimgarten erstellt werden. Die Eltern und Lehrer dürfen gespannt sein, wieviele und welche neuen Räume es dann tatsächlich an ihrer Schule geben wird.

1 Kommentar

  1. Hallo zusammen!
    Meiner Meinung nach sollte die Stadt und der Bildungsausschuss sich schämen. Eine Schule so runterkommen zu lassen. Komischerweise bekommen die anderen Schulen in den letzten Jahren immer ihre Anträge durch. Nur das Gemeinschaftszentrum nicht. Wieso eigentlich? Dabei leisten sie sogar noch mehr als andere. Es werden DaZ-Klassen unterrichtet, was andere Schulen ablehnen. Und bei der Heimgartenschule werden keine Schüler abgewiesen, weil es nur eine bestimmte Anzahl von Plätzen gibt. Komisch, das die SLG immer nur die gleiche Anzahl Schüler aufnimmt, aber plötzlich zu wenig Platz hat.

    In meinen Augen sind die Kinder unsere Zukunft. Und daran sollte nicht gespart werden. Und wenn Unterricht ausfällt, weil die Heizung nicht funktioniert, sollte man nicht lange diskutieren sondern handeln.

    LG M.B

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