Kommunalwahl 2018: Neue Gesichter in zehn Wahlkreisen bei der SPD Ahrensburg

0
image_pdfimage_print

Ahrensburg (ve). Wer steht zur Wahl bei der Kommunalwahl 2018 am 6. Mai 2018? Das hat die SPD Ahrensburg jetzt auf einem Parteitreffen festgelegt.

SPD Ahrensburg: Die Kandidatinnen und Kandidaten der 16 Wahlkreise für die Kommunalwahl 2018, ganz links der Spitzenkandidat und Ortsvereinsvorsitzende Jochen Proske. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

SPD Ahrensburg: Die Kandidatinnen und Kandidaten der 16 Wahlkreise für die Kommunalwahl 2018, ganz links der Spitzenkandidat und Ortsvereinsvorsitzende Jochen Proske.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Und Sie werden eines feststellen: Nur einige der Kandidatinnen und Kandidaten kennen sie aus dem politischen Leben. Genau genommen sind es Jochen Proske, Jürgen Eckert, Bela Randschau sowie Rolf Griesenberg, Gerhard Bartel und Olaf Böhm. Und nur die ersten drei sitzen derzeit in der Stadtverordnetenversammlung. Jochen Proske wurde einstimmig zu Spitzenkandidat der SPD gewählt.

Langjährige Stadtverordneten treten nicht mehr an

Lang ist die Liste derer, die nicht mehr zur Wahl steht: Rafael Haase, Doris Unger, Achim Reuber, Marleen und Hartmut Möller. Sie alle haben lange Jahre die politische Arbeit in Ahrensburg maßgeblich beeinflusst und treten nun nicht mehr an. Achim Reuber macht kein Heel daraus, dass seinem Rückzug – übrigens nicht zum ersten Mal, vor der jetztigen Amtsperiode hatte er schon einmal pausiert – auch Frustration zugrunde liegt: „Mir fehlt in den anderen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung die programmatische Zielsetzung. Es wir häufig reagiert und nicht agiert. So kann man keine Politik machen.“

Marleen und Hartmut Möller wollen das nicht so sehen: „Wir sind jetzt beide im Rentenalter und wollen auch noch ein wenig Zeit für andere Dinge haben“, sagen sie im Gespräch mit ahrensburg24.de. Und doch: „Demokratie ist ein schwieriges Geschäft“, sagt Hartmut Möller, „oft ging es in der Debatte nicht voran und ein Thema wurde ohne Entscheidung zerredet.“ Marleen Möller: „Ich finde es unglücklich, das man manche Themen einfach gar nicht lösen kann.“

Neue Motivation bei den neuen Kandidaten

Dass das geht, darauf hoffen die zehn neuen Kandidatinnen und Kandidaten. Gezielt zum Beispiel Silke von Stockum, von Null auf Platz 3 auf der Liste. Die gebürtige Ostfriesin lebt seit 2010 in Ahrensburg und trat als Spross einer „alten SPD-Familie“, wie sie sagt, vor gut zwölf Jahren in die Partei ein. In Ahrensburg hat sie als Mutter eines jetzt drei Jahre alten Sohnes vor allem die Sozialpolitik vor Augen.

„Ich möchte Sicherheit für die Eltern“, ist ihr vorrangiges Ziel. „Erst bangt man um einen Kindergartenplatz, dann um einen Hortplatz – das kann nicht sein“, findet sie. Sie hat die Debatte um die fehlenden Betreuungsplätze in den vergangenen Jahren lebhaft miterlebt. „Das gärt ein bisschen in mir“, sagt sie – und treibt sie nun in die politische Arbeit. Gerade in die Arbeit des Bildungs- und des Sozialausschusses werde sie sich einbringen.

Neben ihr sind neu auf der Liste Jessica Bunte-Liedtke, Markus Kubczigk, Andreas Plässer, Jan Fischer, Stephan Lamprecht, Xaver Rulko, Maike Eckert, Simone von Pein und der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Eckart Boege. Drei weitere Kandidaten waren in der zu Ende gehenden Amtsperiode nicht in der Stadtverordnetenversammlung, haben sich aber als Bürgerliche Mitglieder in den Ausschüssen oder in den Beiräten engagiert, Rolf Griesenberg, Gerhard Bartel und Olaf Böhm treten erneut an.

Jochen Proske, Vorsitzender der SPD Ahrensburg. Foto: pm

Jochen Proske, Vorsitzender der SPD Ahrensburg.
Foto: pm

SPD Ahrensburg-Vorsitzender Proske zum Wahlprogramm

Die Ortsvereinsversammlung beschloss auch das Kommunalwahlprogramm „Ahrensburg – eine Stadt für alle“. „In einigen Bereichen wollen wir eine behutsame Weiterentwicklung Ahrensburgs, in vielen anderen Bereichen jedoch müssen endlich große Schritte vorwärts unternommen werden. Wir wollen deutlich mehr geförderten Wohnraum in Ahrensburg schaffen, wir halten im Bereich der Kinderbetreuung und der Schulen einen großen Schritt vorwärts ebenfalls für notwendig,“ fasste Jochen Proske einige Punkte aus dem Programm zusammen.

Mehr geförderte und damit auch für Menschen mit kleineren Einkommen bezahlbare Wohnungen sollen durch eine verbindliche 30 Prozent-Quote bei allen Mehrwohnungs-Neubauvorhaben realisiert werden, auf die die Stadt Einfluss nehmen kann. Vorrangige Themen der Sozialdemokraten sind zu dem der Ausbau und die Qualitätssicherung der Betreuung von Kindergarten- und Schulkindern sowie Investitionen in den Schulbau.

Kommentieren