Der Tierschutzverein bittet: Genau hinschauen beim Kauf von Ostereiern

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Ahrensburg (ve/pm). Wer zu Ostern den Tierschutz mit im Blick hat, sollte beim Kauf der Ostereier auf Eier aus artgerechter Haltung zurückzugreifen, rät der Tierschutzverein Ahrensburg-Großhansdorf.

Themenbild Geflügel. Foto: ©Schemmi/pixelio.de

Themenbild Geflügel.
Foto: ©Schemmi/pixelio.de

Vorsicht sei bei bereits gefärbten oder verarbeiteten Eiern geboten, denn dort besteht keine Kennzeichnungspflicht, so der Verein. Für den Verbraucher sei also nicht ersichtlich, aus welcher Tierhaltung die Eier stammen. Kennzeichnen Hersteller oder Supermärkte Produkte oder gefärbte Eier nicht freiwillig, besteht Gefahr, dass sie von Hühnern stammen, die in Käfigen leben.

„Vielen Verbrauchern ist nicht bekannt, dass es in Deutschland noch immer Eier aus Käfighaltung gibt – wenn auch nur in verarbeiteten Produkten, etwa Eierlikör, Nudeln, Gebäck oder Fertigprodukten“, sagt Monika Ehlers, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Obwohl die Angabe der Haltungsform – anders als bei frischen Schaleneiern – auch auf den bunt gefärbten Eiern nicht verpflichtend ist, haben viele Handelsunternehmen mittlerweile auf den Druck der Tierschützer und auf den Wunsch vieler Verbraucher reagiert.

Tierschutzverein: Der Kampf um artgerechte Haltung für Legehennen

Ehlers: „Wenn man sich in Supermärkten umsieht, sieht man, dass viele freiwillig eine Angabe zur Haltungsform machen.“ Der Großteil der bunten Eier stamme heute aus Bodenhaltung. Dennoch: Steht nichts Gegenteiliges auf der Verpackung, so handele es sich meist um Käfigeier. Der Tierschutzverein fordert daher gemeinsam mit seinem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund, eine verpflichtende Kennzeichnung mit den Ziffern 0 bis 3, analog zu den frischen Eiern. Bis dahin appellieren die Tierschützer, auf nicht gekennzeichnete Produkte zu verzichten und Eier aus artgerechterer Haltung, etwa Bio-Eier oder Eier mit dem Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes, zu kaufen und selbst zu färben.

Informationen vom Tierschutzverein: Dreieinhalb Millionen Legehennen in Deutschland leben in sogenannten Kleingruppen-Käfigen. Neun Prozent der in Deutschland produzierten Eier stammen aus dieser Haltungsform, hinzu kommen importiere Käfigeier aus dem Ausland. Die Tiere haben dort nur etwas mehr Platz als eine DIN-A4-Seite. In der drangvollen Enge können sich die Hennen kaum bewegen. Zwar sind die Kleingruppen-Käfige mit Sitzstangen, einer Art Nest und einem kleinen Platz zum Sandbaden und Scharren ausgestattet.

Diese Einrichtungen können die Tiere aufgrund des Platzmangels aber gar nicht nutzen. Damit treten die gleichen Probleme wie in den mittlerweile verbotenen Käfigbatterien auf – die Hennen leiden an Stress, Verhaltensstörungen sowie Verletzungen. Erst ab 2025, mit Ausnahmen erst ab 2028, ist die Haltung in Kleingruppen-Käfigen gesetzlich verboten.

Quelle: Tierschutzverein Ahrensburg Großhansdorf

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