Wohnungseinbruch: Aufklärung tut Not/Großeinsatz heute in Stormarn

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Ahrensburg (ve). Aufklärung ist noch immer wichtig – wenn es um die Verhinderung von Wohnungseinbrüchen geht. Und so war die Polizei heute mal wieder präventiv unterwegs.

Länderübergreifenden Einsatz der Polizei Hamburg und der Polizeidirektion Ratzeburg: Eine Beamtin klärt am Regionalbahnhof Ahrensburg eine Passantin über sinnvolle Maßnahmen auf, mit denen ein Wohnungseinbruch verhindert werden könne. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Länderübergreifenden Einsatz der Polizei Hamburg und der Polizeidirektion Ratzeburg: Eine Beamtin klärt am Regionalbahnhof Ahrensburg eine Passantin über sinnvolle Maßnahmen auf, mit denen ein Wohnungseinbruch verhindert werden könne.
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Ein offen stehendes Fenster, ein voller Briefkasten oder kein Licht im Haus – anhand dieser einfachen Mittel erkennt nicht nur der Nachbar, sondern auch ein potenzieller Einbrecher, dass wohl gerade keiner Zuhause ist. Das ist leichtsinnig, denn so kommt es zu Wohnungseinbrüchen.

Und trotz umfassender Aufklärungsarbeiten berichten Polizeibeamte heute, dass diese Leichtsinnigkeit noch immer ein Problem ist. „Fahren Sie mal im Winter gegen 18 Uhr durch die Wohngebiete“, so eine Beamtin im Gespräch mit ahrensburg24.de, „und Sie werden sofort erkennen können, in welchem Haus jemand Zuhause ist und in wlechem nicht.“ Und wie heißt es doch so schön – Gelegenheit macht Diebe. Gerade in der Einbruchssaison zwischen Oktober und März.

Wohnungseinbruch im Bereich des Polizeireiviers Ahrensburg: Rückgang der Fallzahlen

Die hohe Zahl an Wohnungseinbrüchen versucht die Polizei seit einiger Zeit massiv zu bekämpfen. 2015 war ein trauriger Spitzenreiter in der Statistik. Seitdem seien die Zahlen zwar rückläufig, so Jörg Marienberg, Kommissarischer Leiter des Polizeireviers Ahrensburg, und Gerd Dietel, Präventionsbeauftragter der Polizeidirektion Ratzeburg, „aber deswegen hören wir noch lange nicht auf, weitere Maßnahmen umzusetzen.“

Länderübergreifenden Einsatz der Polizei Hamburg und der Polizeidirektion Ratzeburg: Jörg Marienberg, Kommissarischer Leiter des Polizeireviers Ahrensburg, und Gerd Dietel, Präventionsbeauftragter der Polizeidirektion Ratzeburg (von links) registrieren, dass die Maßnahmen der Polizei greifen und die Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Länderübergreifenden Einsatz der Polizei Hamburg und der Polizeidirektion Ratzeburg: Jörg Marienberg, Kommissarischer Leiter des Polizeireviers Ahrensburg, und Gerd Dietel, Präventionsbeauftragter der Polizeidirektion Ratzeburg (von links) registrieren, dass die Maßnahmen der Polizei greifen und die Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Und so haben Beamte der Polizeidirektion Ratzeburg in länderübergreifenden Aktionen seit November 2017 sieben Großeinsätze gefahren. Beamte in zivil und in Uniform waren verstärkt unterwegs, suchten nach offenen Fenster oder verdächtigen Personen. Sie klingelten, wo ein Hinweis auf bessere Sicherheit notwendig wurde, oder sie baten auch schon mal Passanten, die ihnen verdächtig vorkamen, darum, einen Blick in ihren Rucksack werfen zu dürfen.

Der zweite Teil des Einsatzes war die Prävention. Beamtinnen und Beamte standen an Einsatzorten wie dem Regionalbahnhof in Ahrensburg und verteilten Flyer zum Thema Schutz vor Wohnungseinbruch.

„Es ist immer schwierig“, gesteht Jörg Marienberg in einer Bilanz zu, „eine direkte Verbindung zwischen derartigen Maßnamen und einem Rückgang der Einbruchszahlen herzustellen. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass die Zahl der Einbrüche weniger geworden ist.“

Enge Zusammenarbeit der Polizei Hamburg und der Polizei Stormarn

Das besondere an diesem Einsatz ist die Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Stormarn. Marienberg: „Der Austausch ist sehr eng und das hilft uns, die Täter zu fassen.“ Der Effekt, so Gerd Dietel, sei ein „spürbaren Rückgang der Fallzahlen“ und ein „zarter Anfang einer verbesserten Aufklärungsquote“. Sie liegt beim Delikt Wohnungseinbruch bei durchschnittlich etwa zehn Prozent.

Zwar sei die Anzahl des Personals zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs nicht aufgestockt worden, aber die Art der Arbeit sei professionalisiert worden. Insbesondere der Einsatz ziviler Fahndungseinheiten habe Erfolge zu verbuchen genauso wie die Erfassung von Spuren. Fußspuren oder aufgefundene DNA hätten durchaus schon zur Ermittlung von Tätern geführt.

Wer etwas beobachtet: Bitte 110 wählen

Und noch eines wird oft gesagt und ist doch noch nicht von allen gehört: „Rufen Sie gerne bei Verdachtsmomenten die Polizei und gerne auch über den Notruf 110“, betonen Dietel und Marienberg. Ein Fehlalarm sei kein Problem „und kostet auch nichts – wir stellen Ihnen nichts in Rchnung“, so gerd Dietel. Dabei sei es tatsächlich besser, den Notruf 110 zu rufen, als die Polizei über die Amtsnummer. Denn der Einsatz der Streifenwagen wird nicht von den einzelnen Polizeidienststellen koordiniert.

Länderübergreifenden Einsatz der Polizei Hamburg und der Polizeidirektion Ratzeburg: Ein Beamter klärt am Regionalbahnhof Ahrensburg eine Passantin über sinnvolle Maßnahmen auf, mit denen ein Wohnungseinbruch verhindert werden könne. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Länderübergreifenden Einsatz der Polizei Hamburg und der Polizeidirektion Ratzeburg: Ein Beamter klärt am Regionalbahnhof Ahrensburg eine Passantin über sinnvolle Maßnahmen auf, mit denen ein Wohnungseinbruch verhindert werden könne.
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