Kinderbetreuung: Die Gebühren werden nicht erhöht

0
image_pdfimage_print

Ahrensburg (ve). Jährlich passt die Stadt Ahrensburg als Träger die Gebühren, die Eltern für die Kindertagesbetreuung zahlen, an. Für das Jahr 2018/2019 gibt es nun allerdings keine Erhöhung.

Themenbild Kindertagesstätte, fotografiert in der Kindertagesstätte Erlenhof. Foto:ahrensburg24.de

Themenbild Kindertagesstätte, fotografiert in der Kindertagesstätte Erlenhof.
Foto:ahrensburg24.de

Die Eltern sind in einer Höhe von 38 Prozent an den Kosten der Kinderbetreuungsplätze in Ahrensburg beteiligt. Allerdings: Aufgrund von mehr Personal- sowie höheren Lohn- oder Betriebskosten erhöht sich der absolute Betrag dieser Kostenbeteiligung regelmäßig zum neuen Betriebsjahr. Für 2018/2019 sollen sich nun nach dem Beschluss des Sozialausschusses trotzdem die Gebühren nicht erhöhen. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Politische Debatte um Beitragsfreie Kindergartenbetreuung

Vor allem die politische Debatte über die Finanzierung von Kindertagesbetreuung steht hinter diesem Beschluss. Denn politischer Wille auch der neuen Landesregierung in Schleswig-Holstein ist es, den Anteil an den Kosten, den die Eltern zu bezahlen haben, zu senken oder langfristig eine kostenfreie Betreuung von Kindergartenkindern zu ermöglichen. Der Ahrensburger Ausschuss wollte diesem politischen Willen nun nicht eine Erhöhung der Gebühren vor Ort gegenüber stellen.

Ein zweiter Grund ist die unklare Personalsituation in der Ahrensburger Kinderbetreuung. Dadurch, dass nicht alle Stellen besetzt waren, sind die Kosten in den vergangenen Jahren nicht in dem Maße gestiegen, wie geplant. Somit rechtfertige sich eine Erhöhung der Elternbeiträge erst, wenn weitere Stellen tatsächlich besetzt sind. Rein rechnerisch verzichtet die Stadt mit diesem Beschluss auf Einnahmen in Höhe von etwa 500.000 Euro, der allerdings durch diese offenen Stellen tatsächlich gar nicht zu Buche schlägt.

Das brachte Ausschussvorsitzende Doris Brandt (CDU) zu einem weiteren Grund: „Wenn wir nicht alle Stellen besetzen können, leidet die Qualität der Kinderbetreuung. Dafür können wir jetzt nicht auch noch eine Erhöhung der Gebühren einfordern.“

Achtung: Wer bezahlt was in den kommenden Jahren?

Eine Folge hat die Entscheidung dieses Jahres: Es kann zu einer stärkeren Erhöhung der Gebühren in den Folgejahren führen. Denn derzeit werden in Ahrensburg laufend neue Kindergarten- und Krippenplätze errichtet. Die Personal-, Lohn- und Betriebskosten erhöhen sich also zusätzlich zur regulären Preissteigerung.

Ein Satz mit so manchen Unbekannten, denn wieviele neue Stellen in den kommenden Jahren besetzt werden können, bleibt abzuwarten. Genauso wie die politische Entscheidung auf Landesebene, die Eltern von den Kosten für die Kinderbetreuung zu entlasten. „Wir erleben in den nächsten zwei Jahren diesbezüglich eine Zitterpartie“, so nannte es Michael Stukenberg von der FDP.

Kommentieren