Diskussionsrunde über Depression: Wo Betroffene Hilfe finden

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Ahrensburg (je/pm). Depression ist eine Volkskrankheit, an der mittlerweile vier Millionen Menschen in Deutschland leiden.

„Depression – wer erhofft sich was von wem?“ - Diskussionsrunde im Marstall. Foto: sokaeiko, pixelio.de

„Depression – wer erhofft sich was von wem?“ – Diskussionsrunde im Marstall. Foto: sokaeiko, pixelio.de

Dennoch ist diese Krankheit, die oft dramatische Folgen für die Betroffenen und deren Angehörige hat, ein Tabuthema. „Das wollen wir ändern“, sagt Ursula Pepper, Vize-Vorsitzende der Bürger-Stiftung-Stormarn und als solche verantwortlich für die Eheleute-Schmöger-Stiftung. Diese möchte an Depression erkrankten Menschen und deren Angehörigen helfen, mit der schwierigen Lebenssituation umzugehen. Dazu gehört, über die Krankheit aufzuklären, Informationen zu geben, wo Betroffene und Angehörige Hilfe finden können, und sich öffentlich über das Thema auszutauschen.

Diskussionsrunde über Depression: Wo Betroffene Hilfe finden

„Depression – wer erhofft sich was von wem?“ lautet eine Frage, die in der Diskussionsrunde am Donnerstag, 22. März 2018, ab 19 Uhr im Kulturzentrum Marstall beantwortet werden soll. Zu Wort kommen Betroffene, Angehörige und Fachleute. Es debattieren: Patrizia Pettke, Betroffene und Angehörige, Ingeborg Schwalbe, Vertreterin der Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch Erkrankter in Ahrensburg, Bernd Christian Czarnitzki, Betroffener und Genesungshelfer, und Bettine Wyszomirski, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Oberärztin der Tagesklinik Ahrensburg und der Ambulanz. Die Moderation übernimmt Ursula Pepper. Der Eintritt ist frei.

Wer an einer Depression erkrankt ist, zieht sich oft in sich selbst zurück, zugleich hofft er/sie auf Verständnis, auf Hilfe. „Die Angehörigen sind meist ratlos, wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen, wie sie helfen können“, sagt Ingeborg Schwalbe. Die Ärzte und Therapeuten wiederum kennen die Krankheit in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen, sind aber darauf angewiesen, dass die Patienten kooperieren. „Dazu müssen wir das Vertrauen der Patienten gewinnen, das ist mitunter ein schwieriger Weg“, weiß Bettine Wyszomirski.

Die Gesprächspartner wollen sich in einem Trialog, in dem sich Krankheitserfahrene, Angehörige und beruflich Helfende begegnen, auseinandersetzen. Eine psychische Erkrankung wie die Depression wird von den beteiligten Menschen unterschiedlich wahrgenommen. Im Trialog geht es darum, den unterschiedlichen Perspektiven Raum zu geben. Damit verbunden ist das Bemühen, den anderen zu verstehen und ihn als Experten in eigener Sache anzuerkennen.

Die Eheleute-Schmöger-Stiftung gehört zur Bürger-Stiftung Stormarn, die als Dachstiftung für regionale Bürgerstiftungen fungiert. Kontakt: info@buerger-stiftung-stormarn.de

Sollten Sie die Bürger-Stiftung Stormarn bei ihrer Arbeit ehrenamtlich oder finanziell unterstützen wollen, wenden Sie sich an die Bürger-Stiftung Stormarn, Dr. Katharina Schlüter, Telefon 0 41 02 / 70 78 10 15, Telefax 0 45 37 / 70 700 18, ks@buerger-stiftung-stormarn.de.

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