Fehmarnbelt-Querung: 12.600 Einwendungen in der Abwägung

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Kiel (ve/pm). Das Belttunnel-Planverfahren scheint in der Zielgeraden, Verkehrsminister Buchholz: „Nach zwei aufwändigen Planänderungen erwarten wir den Beschluss in der zweiten Jahreshälfte“.

Besuch der IHK zu Lübeck und der IHK zu Schwerin in Rødby und in Holeby bei Femern A/S: Überfahrt von Puttgarden nach Rødby - dort soll in zwölf Jahren ein Tunnel entlang führen.

Besuch der IHK zu Lübeck und der IHK zu Schwerin in Rødby und in Holeby bei Femern A/S: Überfahrt von Puttgarden nach Rødby – dort soll in zwölf Jahren ein Tunnel entlang führen.

Die seit knapp zehn Jahren andauernden Planungen zum Bau des Fehmarnbelttunnels zwischen Puttgarden und dem dänischen Rødby nähern sich der Ziellinie: Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz am Rande des Landtags mitteilte, wurde in den vergangenen Tagen das zweite große Planänderungs­verfahren abgeschlossen. Die Planänderungen waren rechtlich zwingend, nachdem im Sommer vergangenen Jahres 12.600 Einwendungen gegen das Projekt erhoben wurden.

„Weitere Hürden sind nicht in Sicht und damit liegt der schwierigste Teil des Weges hinter uns – bei einem Projekt, das umweltrechtlich zu den komplexesten und anspruchsvollsten deutschen Infrastrukturvorhaben der letzten Jahrzehnte zählt“, sagte Buchholz. Die Realisierung des größten transeuropäischen Verkehrsprojekts rücke damit einen großen Schritt näher.

Das unabhängige Amt für Planfeststellung Verkehr (APV) auf deutscher Seite ist derzeit dabei, alle Abwägungen zu treffen, den Planfeststellungsbeschluss zu verfassen und damit das Verfahren rechtssicher zu Ende zu bringen. „Ich rechne mit dem Beschluss bis spätestens zum Jahresende“, sagte Buchholz.

Mit Blick auf die Verfahrensdauer verwies der Minister auf die schwierigen umweltrechtlichen Fragen bei dem Vorhaben. So hätten die Projektträger Femern A/S und der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) bei Fragen des Gewässer- und Tierschutzes teilweise rechtliches Neuland betreten müssen. Zudem sei in jeder Planungsphase eine sorgfältige Abwägung aller Interes­sen nötig.

Feste Fehmarn-Belt-Querung: Der Tunnel soll an Land gebaut werden und dann im Meer versenkt werden. Die Strecke ist insgesamt etwa 18 Kilometer lang. Grafik: Femern A/S

Feste Fehmarn-Belt-Querung: Der Tunnel soll an Land gebaut werden und dann im Meer versenkt werden. Die Strecke ist insgesamt etwa 18 Kilometer lang.
Grafik: Femern A/S

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