Politik in der Remise: Deutschland und die Subsahara

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Ahrensburg (ve/pm). Die Veranstaltung „Politik in der Remise“ blickt nach Afrika.

Themenbild Politik in der Remise: Eine der Grafiken des Vortrages von August Pradetto. Foto: Archiv ahrensburg24.de

Themenbild Politik in der Remise: Eine der Grafiken des Vortrages von August Pradetto. Foto: Archiv ahrensburg24.de

Die Veranstaltungsreihe rund um die deutsche Außenpolitik blickt auf einen Kontinent, insbesondere durch die Flüchtlingsfrage ins Licht der Öffentlichkeit gerückt ist. Referent des Abends ist Professor Dr. Rainer Tetzlaff, sein Vortrag trägt den Titel „Deutschlands Beziehungen zum subsaharischen Afrika“. Die Veranstaltung ist am Mittwoch, 25. April 2018, um 19.30 Uhr. Die Moderation des Abends übernimmt der frühere Vorsitzende des Kulturvereins Marstall, Professor Lutz Reuter. Der Eintritt ist frei.

Zum Afrika südlich der Sahara gehören 47 Staaten mit fast 2.000 indigenen Sprachen und den drei ehemaligen Kolonialsprachen Englisch, Französisch und Portugiesisch. Seit der Dekolonisierung der 1960/70er Jahre prägen politische Instabilität, wirtschaftliche Unterentwicklung, Arbeitslosigkeit, Armut, Flucht, ethnische Konflikte und Kriege die gesellschaftlichen Verhältnisse in vielen dieser Staaten.

Aus diesen Faktoren resultiert ein wachsender Migrationsdruck auf die afrikanischen Nachbarstaaten und in jüngster Zeit auch auf Europa und Deutschland. Übersehen werden allerdings nicht selten die Erfolge eigenständiger Entwicklung in manchen dieser Länder. Auf der Grundlage der Abkommen von Cotonou (zuvor Jaunde und Lomé) sind inzwischen 71 Staaten in Afrika, Karibik und Pazifik (AKP) mit der EU assoziiert.

Ziele der AKP-Politik sind die Bekämpfung der Armut, das Einhalten von Menschenrechten sowie die Etablierung von verantwortlicher Regierungsführung und Handelsregelungen. In diesem Rahmen, aber auch bilateral unterhält Deutschland politische, wirtschaftliche und bildungspolitisch-kulturelle Beziehungen und leistet Entwicklungshilfe.

Der Referent bilanziert die Beziehungen Deutschlands zu ausgewählten Staaten und geht angesichts der Fluchtbewegung auf aktuelle Änderungen der deutschen und europäischen Afrikapolitik ein.
Der Referent ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Universität Hamburg.; bis 2015 war er außerdem Professor für Afrikanische und Entwicklungs- Studien an der Jacobs University in Bremen. Seine Forschungsinteressen gelten der Entwicklungspolitik von EU, Weltbank und UNO sowie den Demokratisierungsprozessen und der Menschenrechtslage in Afrika südlich der Sahara.

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