Gastbeitrag zur Kommunalwahl 2018 der SPD Ahrensburg: So soll Ahrensburg mobil werden

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Ahrensburg (ve/pm). Am 6. Mai 2018 werden in Schleswig-Holstein die kommunalen Parlamente neu gewählt. ahrensburg24.de veröffentlicht im Vorfeld der Wahl Gastbeiträge einzelner Parteien. Lesen Sie einen Gastbeitrag der SPD Ahrensburg.

Jochen Proske,
 Vorsitzender der SPD Ahrensburg
 Foto:©SPD Ahrensburg

Jochen Proske,
 Vorsitzender der SPD Ahrensburg

Foto:©SPD Ahrensburg

Ahrensburg mobil

Zwei Anforderungen an das Verkehrssystem müssen erfüllt sein, damit von einem funktionierenden System gesprochen werden kann. Menschen erreichen ihre Ziele ohne vermeidbare Hindernisse gut und sicher. Und im Verkehr gilt ein rücksichtsvolles Miteinander von Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad, dem Öffentlichen Nahverkehr oder dem Auto in der Stadt unterwegs sind. Diese beiden Anforderungen sind keine exklusiven Ideen der Ahrensburger SPD, sondern eigentlich ein Gebot des gesunden Menschenverstandes.

Und die Wirklichkeit? Die kennen Sie genauso gut wie ich. Staus in den Einfallsstraßen der Stadt, überlastete Kreuzungen in der Innenstadt, sinnlose Verkehrsführungen, zu wenig Parkplätze in der Innenstadt und am Regionalbahnhof, marode Fahrradwege, gesperrte Fahrradwege, Fußwege, die eine Zumutung sind für Menschen, die nicht ganz so gut zu Fuß unterwegs sind. Die Liste der Mängel ließe sich sicher noch fortführen.

Natürlich läge es jetzt nahe darüber zu schreiben, wie all diese Fehlentwicklungen zustande gekommen sind und wer dafür verantwortlich war. Aber Schuldzuweisungen lösen keine Probleme. Wir als SPD wollen die bestehenden Probleme anpacken und endlich gute Lösungen finden. Konkret wollen wir,

• Autoverkehr reduzieren durch bessere Radwege und ein besseres Busnetz;
• mehr Parkplätze für Kunden in der Innenstadt und für Pendler am Regionalbahnhof;
• mehr Fahrradstellplätze für Pendler, vor allem am Regionalbahnhof und am U-Bahnhof Ahrensburg-West;
• Fußwege – besonders in der Innenstadt – so umgestalten, dass sie auch von Menschen mit Beeinträchtigungen genutzt werden können;
• ein Car-Sharing-System in Ahrensburg;
• für die Innenstadt ein Parkleitsystem und eine Überarbeitung der Einbahnstraßen-Regelungen;
• zur Entlastung der Lübecker Straße eine mit Delingsdorf abgestimmte Nord-Tangente;
• die Steigerung der Verkehrssicherheit und der Lebensqualität für die Bürger durch flächendeckende Tempo-30-Zonen in den Wohngebieten.
• dass Verkehrsauswirkungen und Parkplatzsituation schon bei der Planung von größeren Projekten konkret und nachweislich mit beachtet werden (anders als bei der Planung des Lindenhofs und des neuen Famila-Marktes im Gewerbegebiet);

Wollen Sie mehr erfahren? Dann sprechen Sie uns gerne an den kommenden Samstagen an, lesen Sie unser Programm unter www.spd-ahrensburg.de oder schreiben Sie uns einfach eine Email unter j.proske@spd-ahrensburg.de.

Jochen Proske

Vorsitzender der SPD Ahrensburg


Redaktioneller Hinweis

Die auf ahrensburg24.de veröffentlichten Gastbeiträge der Parteien zur Kommunalwahl 2018 geben die Positionen und Inhalte der Parteien wieder. Sie stellen keine redaktionelle Berichterstattung dar. Für den Inhalt sind die Parteien verantwortlich.

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1 Kommentar

  1. Moin,

    da ich ja einige Jahre versucht hatte, Einfluss auf die ÖPNV-Entwicklung zu nehmen, kann ich es nur begrüßen, dass die SPD weiterhin die Themen Busverkehr und Car-Sharing auf seine Agenda schreibt! Vielen Dank dafür!

    Aus meiner Sicht sollte die 576 wieder zwischen U- und R-Bahn pendeln wie vor der letzten großen Linienumstellung und die unsinnige 20-Minutenfahrt von U-West zum Hallenbad über den R-Bahnhof wieder zurückdrehen! Zudem sollte eine Synchronisation der Verkehrssysteme möglich sein (ein Bus kann auch 1 Minute am U West warten, wenn die U-Bahn die Ankunft dem Busfahrer signalisieren würde). Als Pendler ist man echt genervt, wenn man dann wieder 30 Minuten warten muss bis der nächste Bus kommt.

    Zudem wäre es schön, wenn man sich um die Umkehr der Richtungen der Dreierachse (Manhagener und Hagener Allee, sowie Hamburger Straße) Gedanken macht, da der Neubau im Lindenhof nicht dazu beitragen wird, das die Situation (Verkehrsfluss, Parksituation) besser werden wird. Für Neuankömmlinge in Ahrensburg zur Erklärung: Nachdem der Stadtring fertiggestellt war, sollte eigentlich die Einbahnstraßenregelung wieder umgekehrt werden und man aus Süden in die Hagener Allee in die Stadt einfahren und auf den anderen beiden Achsen ausfahren können. Durch diese Nicht-Rücknahme kann man nach wie vor nicht, aus Norden kommend, in die Hamburger Straße in die Stadt einbiegen.

    Auch wenn das Fass Bornkampsweg wohl nie wieder aufgemacht wird, so ist es doch aberwitzig eine Querachse zu einem Stadtteil verkommen zu lassen und den kompletten Verkehr nach Wulfsdorf und den westlichen Teil von Volksdorf über die viel befahrene Hamburger Straße zu schicken. Ein Stadtteil ist nur durch eine einzige Straße erreichbar – das hat mit sinnvoller Verkehrsplanung mal gar nichts zu tun! Durch geeignete Maßnahmen wäre eine 30er-Zone durchaus machbar.

    Als Steinkamp-Siedlungsbewohner wäre ich ebenfalls für den Bau eines Kreisels Rosen-/Lilienweg/Reesenbütteler Redder, denn durch die Wegnahme der Ampel, die vielfach durch Schülerinnen und Schüler benutzt wurde und die Hochlegung der Bordsteine nach dem Umbau, ist es als Fahrradfahrer schlichtweg nicht möglich ohne Reifenschaden auf die andere Seite der Straße zu wechseln. Zudem wäre die Vorfahrtsregelung dann eineindeutig geregelt und Platz ist auch da.

    Es gibt viel zu tun und ich werde weiterhin das Geschehen verfolgen, aber unter konstruktiver Politik verstehe ich etwas anderes und daher eher aus der Beobachterrolle….

    Grüße
    Jogi

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