Gastbeitrag zur Kommunalwahl 2018: Die WAB zum Wohnraumbedarf – „Bloß Keine Panik!“

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Ahrensburg (ve/pm). Am 6. Mai 2018 werden in Schleswig-Holstein die kommunalen Parlamente neu gewählt. ahrensburg24.de veröffentlicht im Vorfeld der Wahl Gastbeiträge einzelner Parteien. Lesen Sie einen Gastbeitrag der Wählergemeinschaft WAB Ahrensburg.

Kommunalwahl 2018 in Ahrensburg. Einige der 16 Kandidatinnen und Kandidaten der WAB: Dr. Detlef Steuer, Spitzenkandidat Peter Egan, Hardy Horenburger, Hinrich Schmick, Karen Schmick, Dustin Holzmann, Brigitte Krogmann, Dieter Heidenreich und Marcus Olszok (von links). Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Kommunalwahl 2018 in Ahrensburg. Einige der 16 Kandidatinnen und Kandidaten der WAB: Dr. Detlef Steuer, Spitzenkandidat Peter Egan, Hardy Horenburger, Hinrich Schmick, Karen Schmick, Dustin Holzmann, Brigitte Krogmann, Dieter Heidenreich und Marcus Olszok (von links).
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Wohnraumbedarf in Ahrensburg bis 2030: Bloß keine Panik!

Im Zuge der Beratungen über einen neuen Flächennutzungsplan gab und gibt es heftige Debatten darüber, wie viele zusätzliche Wohneinheiten in Ahrensburg bis 2030 benötigt werden und wo diese entstehen sollen. Leider ist es bisher nicht gelungen, die Debatte zu Ende zu bringen. Das müssen wir nach der Wahl unbedingt schaffen. Ein Blick auf die Fakten ist dabei hilfreich. Der Bedarf an zusätzlichen Wohneinheiten speist sich aus zwei Trends.

Zum einen sinkt die Zahl der Bürger pro Haushalt kontinuierlich. Lebten in 1990 durchschnittlich noch 2,2 Menschen in einem Haushalt, so waren es Ende 2016 nur noch 2,0 und in 2030 werden es nur noch 1,9 sein. Der Grund dafür ist ein erfreulicher, nämlich die weiter steigende Lebenserwartung. Wir leben immer länger und damit verlängert sich auch die Phase, in der wir nach dem Auszug der Kinder zu Zweit oder alleine leben. Für den Wohnbedarf bedeutet dies, dass Ende 2016 34.000 Einwohner in 17.000 Wohneinheiten lebten, wir aber in 2030 für die gleiche Einwohnerzahl 17.900 brauchen, also 900 mehr.

Zum zweiten ist davon auszugehen, dass unsere Einwohnerzahl weiter wachsen wird. Zwischen 1990 und 2016 wuchs Ahrensburg um 7.000 Einwohner oder durchschnittlich 0,8 Prozent pro Jahr. Für die Periode bis 2030 planen wir mit einem sehr moderaten Wachstum von 0,5 Prozent, was einem Anstieg der Einwohnerzahl bis 2030 um 2.500 Menschen entspricht, für die wir circa 1.200 zusätzliche Wohnungen brauchen. Zählt man die Bedarfe zusammen, so ergibt sich ein Zusatzbedarf von 2.100 Wohnungen. Es gibt Stimmen in der Politik, die diese Fakten nicht wahrhaben wollen und das Bild zubetonierter Landschaften beschwören. Aber Panik ist in der Politik kein guter Ratgeber.

Die WAB hingegen wirbt für einen realistischen Blick auf die Situation. Unser Ziel ist es, den zusätzlichen Wohnraum vorwiegend mittels Verdichtung bereits besiedelter Flächen zu schaffen und nur den Bedarf an Einzel- oder Reihenhäusern auf neuen Siedlungsflächen zu planen.

Bei der Schaffung von zusätzlichem Wohnraum sind wir nämlich schon viel weiter, als gemeinhin bekannt. Fügt man alle Wohnprojekte zusammen, die im Bau, in der Planung oder in der fortgeschrittenen politischen Entscheidungsfindung sind, so kommt man auf 1.200 Wohneinheiten, die bis 2023 fertig werden, davon 900 aus Verdichtung, also auf bereits genutztem Grund innerhalb der bestehenden Siedlungskörper.

 

Diese Zahl fest eingeplanter Projekte entspricht rechnerisch dem Bedarf bis 2024, es sind allerdings vorwiegend Geschosswohnungen, von denen übrigens 200 Sozialwohnungen und 260 Genossenschaftswohnungen sind. Damit schaffen wir ein differenziertes Wohnraumangebot für Bezieher mittlerer und kleiner Einkommen. Was allerdings zu kurz kommt, sind Projekte für Familien, die gartennah in Einzel- oder Reihenhäusern leben wollen. Die werden wir in ausreichendem Maße nur schaffen können, indem wir neue Wohnpotenzialflächen ausweisen.

Im Gespräch zur Deckung der rechnerisch fehlenden 900 Einheiten sind 13 alternative Flächen mit circa 55 Hektar und einem vorläufigen Potenzial für 2.200 Wohneinheiten. Das geht weit über die oben beschriebene Angebotslücke bis 2030 hinaus. Wir müssen also nicht jedes Projekt machen und wir haben Zeit, die Beratungen und Abwägungen mit der nötigen Sorgfalt zu führen.

Wenn Sie diese Argumentation überzeugt und sie für eine behutsame Weiterentwicklung der Stadt mit Fokus auf Verdichtung sind, sollten Sie die WAB wählen. Wir sind unabhängig, pragmatisch und kennen die Fakten. Für Rückfragen erreichen Sie mich per Mail unter p.egan@wab-ahrensburg.de. Unser Wahlprogramm finden Sie unter www.wab-ahrensburg.de.

Peter Egan
Wählergemeinschaft in Ahrensburg für Bürgermitbestimmung
WAB

Redaktioneller Hinweis

Die auf ahrensburg24.de veröffentlichten Gastbeiträge der Parteien zur Kommunalwahl 2018 geben die Positionen und Inhalte der Parteien wieder. Sie stellen keine redaktionelle Berichterstattung dar. Für den Inhalt sind die Parteien verantwortlich.

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