Gastbeitrag der SPD zur Kommunalwahl: Sinnvolle Stadtplanung mit Konzept

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Ahrensburg (ve/pm). Am 6. Mai 2018 werden in Schleswig-Holstein die kommunalen Parlamente neu gewählt. ahrensburg24.de veröffentlicht im Vorfeld der Wahl Gastbeiträge einzelner Parteien. Lesen Sie einen Gastbeitrag der SPD Ahrensburg.

Themenbild Bauen in der Ahrensburger Innenstadt. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Themenbild Bauen in der Ahrensburger Innenstadt.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Stadtplanung in Ahrensburg –
wer plant: eine – eher konservative – Verwaltung
wer berät: externe Gutachter
wer wird gehört: die Ahrensburger Bürger und Bürgerinnen
wer entscheidet: die Stadtverordneten, die bestenfalls wiederum Ziele für die Verwaltung formulieren

Dieser Planungsablauf läuft aber nicht immer rund: Es entfällt oft eine Rahmenplanung, die die Grundsätze zwischen Verwaltung, Bürger und Politik ermittelt. So wird häufig von Projektentwicklern und Investoren eine Planung vorgelegt, die vorwiegend Eigeninteressen dient und nicht vorab abgestimmt ist.

Deshalb fordert die SPD-Ahrensburg seit langem, Rahmenpläne für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung aufstellen zu lassen, die jedoch von der Verwaltung (wir haben keine Planungskapazitäten) und von der konservativen Mehrheit (es soll alles so bleiben, wie es ist) verhindert werden.

So war es grundsätzlich nicht möglich, eine angemessene Stadtentwicklung – auch im Sinne einer übergeordneten Landesplanung – zu erreichen. Beispielhaft war das Erlenhofgelände, welches (obwohl stadtnah) mit einer viel zu geringen Wohnungsdichte errichtet wurde (360 Wohneinheiten!).

Ein anderes Beispiel eines Bauplanungsprozesses war dagegen das Investorenmodell am Lindenhof. Eine zu hohe Ausnutzung des Grundstücks, begünstigt durch einen hohen Grundstückspreis der Stadt, führte zu einer zu großen Baumasse mit relativ wenigen, ungeförderten Wohnungen und dem Verzicht auf Flächen für zukünftige Verkehrsentwicklungen im Bahnhofsbereich, die stets von der SPD-Fraktion gefordert wurden.

Ein Schwerpunkt der zukünftigen Stadtentwicklung liegt im Innenstadtbereich. Hier wurde einiges erreicht: Das Rondeel wurde verkehrsfrei und mit Cafehausstühlen besetzt. In der Großen Straße wurden Grün- und Freizeitflächen angelegt und am Stormarnplatz das Peter-Rantzau-Haus gebaut.

Mit der Städtebauförderung werden jetzt weitere Planungen in Angriff genommen: Die Hamburger Straße, die Große Straße (Nord), der Alte Markt und der Gutshofbereich werden in den nächsten Jahren gestaltet und ausgebaut; soweit herrscht Einigkeit. Diese Maßnahmen – neben anderen – wurden bereits vor Jahren im Rahmen einer möglichen Landesgartenschau geplant, eine Realisierung scheiterte damals an einer konservativen Mehrheit der Politiker.

Keine politische Einigkeit besteht in der Weiterentwicklung der westlichen Innenstadt mit Rathausplatz, Stormarnplatz und der alten Reitbahn. Eine sinnvolle Zukunftsentwicklung scheitert am Beibehalten zweier großer Sportplätze (Kunststoffbelag mit hohen Gitterzäunen, statt wie wie von der SPD gefordert, eine moderne, großzügige Sportanlage) im Beimoorgebiet auszubauen.

Hier können ein Stadion, Übungsplätze, Umkleiden, eventuell eine Sporthalle, außerdem eine große Mehrzweckfläche für verschiedene Veranstaltungen, ein Zeltplatz für Jugendliche und eine ausreichende Parkplatzanlage entstehen. Leider wurde auch hier eine vorlaufende Planung von der konservativen Mehrheit abgelehnt.

Selbst eine – über eine lange Zeitspanne reichende – Rahmenplanung wird von konservativen Kräften verhindert, dafür aber „flickenhafte Zukunftsplanungen“ durchgeführt. Einen Schwerpunkt dieser Entwicklung stellt die Bebauung der alten Reitbahn dar: Statt einer seit 1974 (!) von der SPD geforderten großzügigen und weitgehend geförderten Wohnbebauung, wird eine große, gewerbliche Baumaßnahme
(mit geringen, aufgesetzten Wohneinheiten) realisiert, die dafür notwendigen Stellplätze in einer zu groß dimensionierten Tiefgarage untergebracht, große Knick-Bäume und eine vorhandene Regenwasserleitung müssen verschwinden.

Die Fläche des Stormarplatzes bietet eine letzte Chance im Randbereich zur Klaus-Groth-Straße, die in die Planungen einbezogen wird, einen verdichteten, geförderten Wohnungsbau zu errichten. Die Hauptfläche des Stormarnplatzes jedoch sollte als große Grün- und Freizeitfläche ausgebaut werden und den Charakter eines Stadtparkes erhalten. Öffentliche Stellplätze können in entsprechenden Anlagen – über oder unter der Erde – realisiert werden.

Die SPD-Fraktion wird sich weiter beharrlich für die Zukunftsentwicklungen in diesem wichtigen Bereich des Stormarnplatzes einsetzen, um letztendlich eine gut gestaltete, weitgehend grüne Mitte in Ahrensburgs Zentrum zu erhalten.

SPD Ahrensburg

Redaktioneller Hinweis

Die auf ahrensburg24.de veröffentlichten Gastbeiträge der Parteien zur Kommunalwahl 2018 geben die Positionen und Inhalte der Parteien wieder. Sie stellen keine redaktionelle Berichterstattung dar. Für den Inhalt sind die Parteien verantwortlich.

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