Ahrensburg: Aufstiegsfeier mit Bengalos und tätlichem Angriff auf Polizistin

2
image_pdfimage_print

Ahrensburg (ve/ots). Aufstieg ist ein tolle Sache – aber diese Feier des Aufstiegs lief total aus dem Ruder.

Im Bereich des Jugendzentrums in Ahrensburg fand am 12. Mai 2018 die Aufstiegsfeierfeier eines Fußballvereins statt, in dessen Verlauf mehrere Bengalos abgebrannt und Raketen entzündet wurden. Da sich in diesem Bereich mehrere laute Personengruppen aufhielten und aufgrund der unklaren Gesamtsituation wurde der Einsatzort gegen 23.20 Uhr von mehreren Streifenwagenbesatzungen aufgesucht.

Für die Polizisten war es sehr schwierig, einen Sachverhalt zu erfragen. Die Beteiligten seien unterschiedlich stark alkoholisiert und wenig auskunftsfreudig gewesen, so die Polizei. Schließlich habe sie versucht, aufzuklären, wer für das Abrennen der Bengalos verantwortlich sei.

Dabei flüchtete einer der vermutlichen Tatverdächtigen zu Fuß. Er wurde von einer Polizeibeamtin verfolgt. Bei der Verfolgung wurde die Beamtin von einer 24-jährigen Ahrensburgerin mehrfach bedrängt, festgehalten. Die Ahrensburgerin habe sogar eine gefüllte Bierflasche nach der Polizistin geworfen, sie aber verfehlt.

Während das Abrennen von Pyrotechnik eine Ordnungswidrigkeit ist, wurde gegen die 24-jährige Frau ein Strafverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Personen wurden nicht verletzt. Insgesamt waren zwölf Beamte eingesetzt.

Themenbild Polizei. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Themenbild Polizei.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Teilen.

2 Kommentare

  1. Sabine Heinrich on

    Ich finde es inzwischen unerträglich, welcher Gewalt Polizisten, Rettungskräfte und andere inzwischen bei uns ausgesetzt sind!
    Mit schwer alkoholisierten oder unter Drogen stehenden Menschen (hier: Jugendlichen) – ist es kaum möglich, deeskalierende Gespräche zu führen, da für sie allein schon die Uniform eines Polizisten eine derartige Provokation darstellt, dass sie hemmungslos ihre Aggressionen ausleben – besonders, wenn sie (anonym) in der Gruppe sind.
    Wer sich so aufführt, muss spürbare Folgen für sein kriminelles Handeln erfahren. Und es ist für mich kriminell, wenn eine Polizistin bedrängt und nach ihr noch mit einr Flasche geworfen wird.
    Hier sind drastische Maßnahmen erforderlich, sonst wird die Respektlosigkeit und Aggression gegen Polizisten und andere, die täglich ihren Kopf für andere hinhalten, ungeahnte Ausmaße annehmen. Es ist jetzt schon schlimm genug!
    Der Polizistin wünsche ich, dass sie sich von dem Schreck/Schock erholt hat.
    Heutzutage noch diesen Beruf zu ergreifen – das finde ich sehr mutig, zumal Polizisten nach meiner Wahrnehmung so gut wie keine Rückendeckung von der Politik erhalten.

  2. Gertrud Tammena on

    Dieser Beitrag verstört und wirft Fragen auf, auch, wie ein deeskalierendes Zugehen die Situation im Vorhinein hätte beruhigen können. Hier besteht sicherlich Klärungsbedarf.

Kommentieren