Rathaus Ahrensburg: Hauptausschuss stimmt für den Anbau

0
image_pdfimage_print

Ahrensburg (ve). Sie konnten sich über Monate nicht einigen und auch jetzt war die Debatte alles andere als einvernehmlich. Doch am Ende sprach sich der Hauptausschuss für eine Erweiterung des Rathauses Ahrensburg aus.

Das Rathaus der Stadt Ahrensburg. Foto:©ahrensburg24.de

Das Rathaus der Stadt Ahrensburg.
Foto:©ahrensburg24.de

Das denkmalgeschützte Gebäude ist inzwischen zu klein für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das ist akut so drängend, dass der Personalrat weiteren Neueinstellungen nicht zugestimmt hat – obwohl sie politisch im Haushalt 2018 beschlossen worden sind. Es fehlten schlicht Räumlichkeiten für die Arbeitsplätze der neuen Mitarbeiter.

Doch nicht erst jetzt ist das Rathaus zu klein. Seit Jahrzehnten gibt es hinter dem Rathaus ein Holzhaus, in dem Büros untergebracht sind, vor einigen Jahren kamen außerdem Container auf dem Stormarnplatz hinzu. Nun stand zur Debatte, das Rathaus entweder durch einen Anbau zu erweitern oder andere Büroräume im Stadtgebiet anzumieten oder zu kaufen.

Bereits zum dritten Mal wurde der Vorschlag der Verwaltung beziehungsweise dessen Absetzung von der Tagesordnung im Hauptausschuss emotional diskutiert. Er sieht vor, auf dem Gelände am Stormarnplatz einen Anbau zu realisieren im Bereich des Bebauungsplanes 80A. Standort könnte das Gelände sein, auf dem heute das Holzhaus steht, oder das Gelände zwischen Rathaus und Peter-Rantzau-Haus. Gegen diesen Standort hatte sich die CDU in verschiedenen Sitzungen des Bauausschusses und des Hauptausschusses mit deutlichen Worten ausgesprochen.

Die Gründe dafür allerdings blieben vage: „Wir wollen uns die Option offen halten, Büroräume im Stadtgebiet zu kaufen“, kam es im Hauptausschuss von Fraktionsvorsitzendem Detlev Levenhagen sowie Roland Wilde und Doris Brandt von der CDU. Und Brandt ergänzte: „Wir können jetzt hier in öffentlicher Sitzung nichts Genaueres sagen, aber wir haben gute Gründe.“

Bürgermeister Michael Sarach betonte, dass eine Anmietung oder ein Kauf im Stadtgebiet auf längere Sicht keine Option sei. Es sei erforderlich, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses in unmittelbarer Nähe zueinander arbeiten würden, um die Abläufe sicher zu stellen. Es gebe auch keinen Fachbereich, der derart autark arbeite, als dass nicht die Nähe zu den anderen Mitarbeitern erforderlich sei.

Rathaus Ahrensburg: Outsorcing von Abteilungen sei „nicht möglich“

Das sahen auch die anderen Fraktionen so. Alle anderen Fraktionen sprachen sich deutlich für eine Erweiterung des Rathauses aus und widersprachen dem Wunsch der CDU, die Option auf Kauf oder Anmietung aufrecht zu erhalten. Ein Vorschlag an die CDU von Jochen Proske (SPD), sie solle einen Antrag zu Anmietung oder Kauf stellen, über den dann der Hauptausschuss abstimmen könne, winkte die CDU mit den Worten „Hat doch eh‘ keinen Sinn“ ab.

Am Ende erfolgte der Beschluss trotz der vorherigen Argumente der CDU und einer sehr emotional gestimmten Debatte einstimmig. Jetzt geht diese Beschlussvorlage in die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Montag, 28. März 2018, um 19.30 Uhr im Ahrensburger Marstall. Wird dort zugestimmt, könnte in 2018 mit ersten Planungen für eine Neubau am Rathaus Ahrensburg begonnen werden.

Trotzdem allerdings werden nun voraussichtlich Räume für Mitarbeiter angemietet. Denn bis zum Bau und zur Fertigstellung eines Anbaus dürften noch einige Jahre vergehen. Eine weitere Beschlussvorlage, akut Büros im Stadtgebiet bis zur Fertigstellung des Neubaus anzumieten, wurde daher ebenfalls vom Hauptausschuss einstimmig beschlossen.

Teilen.

Kommentieren