Bauausschuss: Grünes Licht für Neubau auf VW-Gelände und in der Erika-Keck-Straße

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Ahrensburg (ve). Für zwei Neubauprojekte hat der Bauausschuss auf seiner Sitzung am Mittwoch grünes Licht gegeben.

Themenbild Bauen in der Ahrensburger Innenstadt. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Themenbild Bauen in der Ahrensburger Innenstadt.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Sowohl der Bebauungsplan Nummer 68 an der Erika-Keck-Straße als auch der Bebauungsplan Nummer 98 an der Hamburger Straße auf dem ehemaligen VW- Gelände müssen nun noch von der Stadtverordnetenversammlung am Montag, 28. Mai 2018, beschlossen werden.

Die Bebauung an der Adolfsstraße hat für einige Diskussion im Vorfeld gesorgt. Anwohner befürchteten eine zu dichte Bebauung, Probleme durch zusätzlichen Verkehr und zu wenig Parkraum und Einschränkung ihrer Grundstücke etwa durch Verschattung. Diese Einwände wurden im Rahmen der öffentlichen Auslage auch eingereicht.

Gutachterlich und bei der Abwägung wurde allerdings festgestellt, dass die Einzelheiten in der Planung nicht abzuändern seien. So wurde festgestellt, dass die Verschattung der älteren Gebäude durch die Neubauten nur in einem verträglichen Rahmen entstehe. Der zusätzliche Verkehr belaufe sich auf etwa 30 Autos pro Stunde zu den Spitzenzeiten, an den Randzeiten gebe es entsprechend weniger Fahrten. Das sei eine zu vernächlässigende Zahl, so der Gutachter auf der Sitzung des Bauausschusses.

Die verdichtete Bebauung an diesem Standort wird auch als positiv erachtet, da das Gelände direkt im Zentrum Ahrensburgs liege. Es sei keine neue Beeinträchtigung der Anwohner zu befürchten, denn schon vorher habe dort Bebauung und Bewirtschaften des Autohandels bestanden. So sei nicht ausgeschlossen, dass die Wohnbebauung sich verträglicher in das Quartier einfüge, als der vorherige Autohandel, hieß es auf der Sitzung.

Fragen gab es rund um die Parksituation. Denn die Politik wünschte sich ausreichend Stellplätze in dem Quartier und sah diese durch ein Anzahl von 92 Parkplätzen bei insgesamt 120 Wohneinheiten nicht gegeben. Von der Verwaltung kam die Auskunft, dass die Anzahl der Stellplätze nicht Teil des Bebaungsplan-Verfahren sei, sondern des Genehmigungs-Verfahrens. Einzig auf die Anzahl von frei verfügbaren Parkplätzen könnte Einfluss genommen werden. Dies soll nun geprüft werden, bat die Politik, die an dem Standort in unmittelbarer Nähe des Regionalbahnhofes großen Bedarf an Parkraum sieht.

Unter anderem aufgrund des zusätzlichen Bedarfes an Parkraum lehnte die FDP, die grundsätzlich für das Bauprojekt ist, die Beschlussvorlage ab. Auch Bündnis 90/Die Grünen halten die Planung grundsätzlich für sehr sinnvoll. Sie wollen allerdings den Knick erhalten, der sich an das Grundstück hinter dem Parkplatz an der Alten Reitbahn erschließt. In diesen Knick ragt der Bebaungsplan mit einem kleinen Teil des Geländes hinein. Daher haben sich die Grünen bei der Abstimmung enthalten. Der Satzungsbeschluss wurde daher mit den Stimmen von CDU, SPD und WAB angenommen.

Ähnlich ist es an der Erika-Keck-Straße. Auch dies ist ein Quartier, das verdichtet werden soll. Allerdings gab es im Rahmen der öffentlichen Auslage keine Stellungnahme zur Abwägung. Lediglich muss sicher gestellt werden, dass Wohnraum nur unter gegebenen Lärmschutzmaßnahmen entstehen kann. Politisch gibt es Einigkeit diesem Projekt gegenüber, auf dem Bauausschuss stimmten die Fraktionen einstimmig zu.

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