St. Johanneskirche: Vortrag zur Ausstellung „Neue Anfänge nach 45?“

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Ahrensburg (ve). Im Rahmen der Ausstellung “Neue Anfänge nach 45?” in der St. Johannneskirche gibt es einen sehr persönlichen Vortrag.

Die Wanderausstellung "Neue Anfänge nach 1945? Wie die Landeskirchen Nordelbiens mit ihrer NS-Vergangenheit umgingen" ist derzeit in der St. Johanneskirche in Ahrensburg zu sehen. Sie basiert auf den Forschungsarbeiten von Dr. Stephan Linck. Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Die Wanderausstellung „Neue Anfänge nach 1945? Wie die Landeskirchen Nordelbiens mit ihrer NS-Vergangenheit umgingen“ ist derzeit in der St. Johanneskirche in Ahrensburg zu sehen. Sie basiert auf den Forschungsarbeiten von Dr. Stephan Linck.
Foto:Monika Veeh/ahrensburg24.de

Dr. Stephan Linck, Studienleiter für Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit der Evangelischen Akademie der Nordkirche, ist am Mittwoch, 23. Mai 2018, zu Gast. Er hat die Ausstellung konzipiert und die wissenschaftliche Arbeit geleitet.

Stephan Linck ist selber Großhansdorfer, sein Vater war Pastor in der Waldgemeinde. Sein Vortrag trägt den Titel „Ein Pastor in den 1950ern – Nachdenken über meinen Vater“. Anschließend wird in einer Diskussion Gelegenheit sein, eigene Erfahrungen auszutauschen. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.

Stephan Linck erzählt in diesem Vortrag nun von seinem Vater, der Pastor in Großhansorf Schmalenbeck war. Welche Themen aus der Vergangenheit, welche Probleme, die daraus folgten, kamen zur Sprache? Oder herrschte wie in vielen Familien zu der damaligen Zeit und vielleicht bis jetzt Sprachlosigkeit? Ein Thema, das auch heute noch bewegt.

Die 50er Jahre werden heute manchmal als die „Goldenen 50er Jahre” verklärt. Dabei wurde vieles verschwiegen, verdrängt und vertuscht, was in den zwölf Jahren der NS-Herrschaft geschehen war. Die Kirche machte da keine Ausnahme, haben die Froschungen von Linck ergeben. Dies zeigt die Ausstellung, die derzeit in der Johanneskirche zu sehen ist.

Die Nordkirche sich nun entschlossen hat, mit dieser Ausstellung ihren Teil zur Aufklärung der Verdrängungen beizutragen und Dr. Stephan Linck mit der Forschungsarbeit beauftragt. „Was zutage kommt ist nicht nur für die Archive, sondern auch für das Bewusstsein der Menschen wichtig, die es teilweise noch miterlebt haben, genauso wie für die jungen Menschen heute“, so sehen es die Mitglieder der Kirchengemeinde Ahrensburg, die die Ausstellung begleiten.

Die Ausstellung ist am Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils in der Zeit von 16 bis 17 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Öffnungszeiten können Führungen angemeldet werden bei Dr. Klaus Tuch vom Förderverein St. Johanneskirche unter der Rufnummer 04102 / 59 4 59. Der Eintritt ist frei.

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