Interkultureller Gesprächskreis: Helden gegen Unterdrückung im Namen der Ehre

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Ahrensburg (ve). Eine Frage der Ehre? Die stellt sich das Bruno-Bröker-Haus und der Interkulturelle Gesprächskreis zusammen mit dem Berliner Projekt „Heroes“.

Das Berliner Projekt "Heroes - Helden gegen Unterdrückung im Namen der Ehre". Foto:pm

Das Berliner Projekt „Heroes – Helden gegen Unterdrückung im Namen der Ehre“.
Foto:pm

Von der ‚Wahrung der Ehre‘ bis hin zum ‚Ehrenmord‘ geistern Begriffe durch die Gesellschaft. Gemeint ist damit meist ein Ehrenkodex, der mit Patriarchalismus und oft mit Männern mit Migrationshintergrund in Verbindung gebracht wird. Und der so manches Mal mit den westeuropäischen Verhaltensmustern der Männerwelt in Konflikt gerät.

Das haben auch die Macher des Projektes „Heroes“ (englisch für „Helden“) so gesehen. Sie haben einen Weg gefunden, mit den Männern über die Frage der Ehre, über Verhaltensweisen und Männerbilder zu sprechen. Das wollen sie nun in Ahrensburg bei einem Workshop am Mittwoch, 30. Mai 2018.

Das mehrfach ausgezeichnete Jungen-Projekt „Heroes – Helden gegen Unterdrückung im Namen der Ehre“ aus Berlin richtet sich an männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund. Es setzt bei veralteten Rollenbildern an: Ehre, Identität, Geschlechterrollen, Gleichberechtigung und Menschenrechte werden thematisiert. Die jungen Männer sollen in Rollenspielen ihre eigenen Verhaltensmuster erfahren. Ziel ist es, dass die Teilnehmer gegen Unterdrückung „im Namen der Ehre“ Position zu beziehen und ihr Wissen vielleicht sogar an andere Jugendliche weitergeben.

Die „Heroes“ werden am 30. Mai 2018 mit Ahrensburger Jungen mit Migrationshintergrund einen Workshop im Bruno-Bröker-Haus durchführen und am Abend im Rahmen des Interkulturellen Gesprächskreises der Volkshochschule ab 19 Uhr ihr Konzept im Peter-Rantzau-Haus vorstellen.

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