Neubau Grundschule am Reesenbüttel: Viel Platz für Lern- und Lärmspaß

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Ahrensburg (ve). „Lassen Sie diese Schule zu einem Lärmort werden“ – mit dieser kleinen Anspielung gratulierte Bürgervorsteher Roland Wilde der Grundschule am Reesenbüttel zum Neubau.

Eröffnungsfeier für den Neubau der Grundschule am Reesenbüttel. Blick in das Foyer. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Eröffnungsfeier für den Neubau der Grundschule am Reesenbüttel. Blick in das Foyer.
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Bei der offiziellen Feier zur Eröffnung griff der Bürgervorsteher dabei scherzhaft ein Missverständnis auf. Schulleiterin Sabine Knuth hatte bei ihrem Begrüßungswort von „Lernort“ gesprochen. Wilde dichtete dies – wohl auch aufgrund der Geräuschkulisse – zu „Lärmort“ um, Wilde: „Lärm, Toben und sich Ausleben gehört in eine Grundschule und es ist schön, dass dies in diese Schule möglich ist.“

Neubau der Grundschule: Planer fragten zuerst die Lehrer, Betreuer, Eltern und Kinder

Dass wiederum liegt am Neubau. „Bei der Planung haben die Architekten uns zunächst gefragt, was wir uns wünschen und was wir brauchen, wo das Herz dieser Schule liegen soll“, so beschreiben es Schulleiterin Sabine Knuth und Manuela Maack vom AWO Kinderhuus am Reesenbüttel, dem Hort der Schule. „Das war für uns eine besondere Art der Herangehensweise und dadurch ist ein Gebäude entstanden, in dem wir uns alle sehr wohl fühlen.“ Die Leitung der Schule und des Hortes sowie die Elternvertretungen von Hort und Schule und auch die Kinder waren in die Planungen der neuen Schule involviert. Maack: „Und dann kamen die Sachzwängen wie technische Anforderungen oder Kosten und die Pläne wurden angepasste. Aber am Ende stimmt die Umsetzung.“

Eröffnungsfeier für den Neubau der Grundschule am Reesenbüttel. Sie freuen sich auf die Arbeit in dem neuen Gebäude: Schulleiterin Sabine Knuth, Manuela Maack, Leiterin des AWO Hortes, mit Bürgervorsteher Roland Wilde (von links). Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Eröffnungsfeier für den Neubau der Grundschule am Reesenbüttel. Sie freuen sich auf die Arbeit in dem neuen Gebäude: Schulleiterin Sabine Knuth, Manuela Maack, Leiterin des AWO Hortes, mit Bürgervorsteher Roland Wilde (von links).
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Das sagen sie und ihre Kollegen und Kolleginnen durchaus mit einem weinenden Auge, denn der AWO Hort stellt voraussichtlich zum Schuljahr 2019/2020 seinen Betrieb ein. An der Grundschule soll die erste Offene Ganztagsschule Ahrensburgs als Pilotprojekt entstehen. Die Mitarbeiter des Hortes wurden nicht müde, auch bei der Eröffnungsfeier darauf hinzweisen, dass sie dies Entwicklung kritisch sehen, und trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Noch sind wir da“.

Bauarbeiten: Sieben Monate Verspätung

Das Schulgebäude selber wurde von Eltern, Lehrern und Kindern an diesem Nachmittag groß gefeiert. In Betrieb genommen haben die Kinder es bereits im März dieses Jahres, gefeiert wurde nun Ende Mai. Damit liegt hinter dem Bau eine Verzögerung von sieben Monaten, denn eigentlich sollten die Schülerinnen und Schüler bereits nach den Sommerferien 2017 einziehen. Probleme mit baubeteiligten Firmen führten zu dieser Verzögerung. „Das war keine leichte Zeit“, betonen Knuth und Maack, „besonders die Kinder hatten darunter zu leiden, dass sie nicht die Räume und die Betreuung bekamen, auf die sie eigentlich einen Anspruch haben“, ergänzte Maack.

Eröffnungsfeier für den Neubau der Grundschule am Reesenbüttel. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Eröffnungsfeier für den Neubau der Grundschule am Reesenbüttel.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Doch jetzt sind eigentlich nur noch die traurig, die nicht in diesem Gebäude unterrichtet werden, Knuth: „Das sind die Klassen 3 und 4, die werden im alten Gebäude unterrichtet.“ Knuth erinnerte daran, dass die Bedarfe einer Grundschule sich in den vergangenen Jahren sehr verändert hätten. „Als ich vor acht Jahren an diese Schule kam, wurden 60 Kinder im Hort betreut, heute sind es 280 Kinder.“ Aus etwa drei Stunden Aufenthalt in der Schule, wie es noch vor einigen Jahren galt, sind heute sieben bis acht Stunden Aufenthalt pro Tag geworden. Knuth: „Und es sind über 80 Prozent der Kinder, die diesen Betreuungsbedarf haben.“ Diesem wolle die Schule auch mit Blick auf Digitalisierung und Inklusion gerecht werden.

Darauf wurde das Raumkonzept des Neubaus ausgerichtet. Es gibt acht kombinierte Klassen- und Horträume, acht Gruppenräume, fünf Horträume, ein Personalraum für den Hort, ein Werkraum, eine Bücherei, ein Musikraum, ein Elternsprechzimmer, eine Halle und Erlebnisflure. Die Klassenräume sind groß mit hohen Decken und großen Fenstern, alle haben einen Gruppenraum. Das macht es möglich, den Kindern auch ein breites Angebot in ihrer Freizeit zu bieten.

Das dies so kommen kann, haben die Ahrensburger Politiker beschlossen. Mit Roland Wilde waren Vertreter aller Fraktionen des Bildungs- und des Sozialausschusses zur Eröffnungsfeier gekommen, auch das Architektenteam von feierte mit. Und mit Blick auf die eigene Grundschulzeit gönnte sich der eine oder andere auch ein bisschen Neid auf diesen besonderen Neubau.

Eröffnungsfeier für den Neubau der Grundschule am Reesenbüttel. Einblick in die Klassen-, Werk- und andere Räume im Neubau. Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

Eröffnungsfeier für den Neubau der Grundschule am Reesenbüttel. Einblick in die Klassen-, Werk- und andere Räume im Neubau.
Foto:©Monika Veeh/ahrensburg24.de

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