Stiftung Schloss Ahrensburg: Erbe erhöht Stiftungskapital um 320.000 Euro

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Ahrensburg (ve/pm). Die Stiftung Schloss Ahrensburg erbt über 320.000 Euro.

 Stiftung Schloss Ahrensburg: Stiftungsvorstand Thomas Deistler und Dr. Tatjana Ceynowa, Geschäftsführerin des Ahrensburger Schlosses. Foto:Stiftung Schloss Ahrensburg


Stiftung Schloss Ahrensburg: Stiftungsvorstand Thomas Deistler und Dr. Tatjana Ceynowa, Geschäftsführerin des Ahrensburger Schlosses.
Foto:Stiftung Schloss Ahrensburg

Im März 2018 feierte die Stiftung Schloss Ahrensburg ihr 15-jähriges Bestehen. Die gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts ist Eigentümerin von Schloss und Park und verpflichtet, das Schloss samt Inventar sowie den Schlosspark instand zu halten und zu pflegen. Daneben bietet das Schloss zahlreiche kulturelle Aktivitäten für Groß und Klein. Neben der kunsthistorischen Ausstellung im Schloss, werden Führungen und verschiedene Kinderprogramme angeboten. Hinzu kommen jedes Jahr zahlreiche Trauungen und Sonderveranstaltungen wie „Schloss im Kerzenschein“.

Lesen Sie dazu den Beitrag „15 Jahre Stiftung Schloss Ahrensburg: Ein schwerer Start mit großer Wirkung

„Mit den Einnahmen aus unseren Programmen und der Vermietung unserer Räumlichkeiten decken wir etwa zwei Drittel unserer Ausgaben. Für ein Museum ist das eine sehr hohe Quote“, sagt Dr. Tatjana Ceynowa, Geschäftsführerin des Ahrensburger Schlosses.

Dennoch reichen die Einnahmen aus dem laufenden Betrieb nicht aus, um alle Kosten zu decken. Die Finanzierungslücke sollte durch die Wertpapiererträge des Stiftungskapitals geschlossen werden, das über viele Jahre insbesondere durch das Land Schleswig-Holstein, den Kreis Stormarn, die Stadt Ahrensburg und die Sparkasse Holstein aufgebracht wurde. Durch niedrige Zinsen und ein noch zu geringes Stiftungskapital reichen die Zinserträge allerdings nicht aus, um den verbleibenden Betrag der Betriebskosten zu finanzieren. Derzeit wird die Stiftung des Schlosses jährlich mit Mitteln des Ahrensburger Haushaltes unterstützt.

Langftistig hofft die Stiftung auf weitere Finanzmittel, die auf der Basis eines ausreichenden Zinsertrages das Schloss finanziell unabängig stellen würden. „Umso wichtiger ist das bürgerschaftliche Engagement für das Schloss – und das ist durchaus groß“, heißt es in einer Mitteilung der Stiftung.

Das zeigt zum einen das rege Engagement des Freundeskreises und vieler Spender aber auch die Tatsache, dass ein bedeutender Teil des Stiftungskapitals von Privatpersonen gestiftet wurde. Nachdem bereits im Jahre 2011 ein privater Stifter 100.000 Euro ins Stiftungskapital gegeben hatte, wurde die Stiftung 2017 Miterbe einer Immobilie in Ahrensburg, an der sie zu 50 Prozent beteiligt ist.

Im Mai 2018 konnte diese Immobilie verkauft werden, teilt Stiftungsvorstand Thomas Deistler mit. Vom Verkaufserlös erhielt die Stiftung über 320.000 Euro, die nun ins Stiftungskapital fließen. „Die Erbschaft kam völlig überraschend“, sagt Dr. Ceynowa. „und sie ist ein weiteres eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sehr sich die Menschen in der Region mit dem Schloss Ahrensburg identifizieren.“

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