Stadtfest Ahrensburg 2018: „Einfach gut gelaufen“

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Ahrensburg (ve). So entspannt waren die Veranstalter selten nach einem Stadtfest. „Gut gelaufen“, so ihr Tenor.

Das Ahrensburger Stadtfest 2018. Foto:©ahrensburg24.de

Das Ahrensburger Stadtfest 2018.
Foto:©ahrensburg24.de

Regelmäßig lädt das Stadtforum Ahrensburg gemeinsam mit der
Schächterle Events & Consulting GmbH zu einer Bilanz-Pressekonferenz über das Ahrensburger Stadtfest. In diesem Jahr waren der Stadtforums-Vorsitzende Götz Westphal und Antje Karstens sowie Stephan Schächterle so gut gelaunt wie selten – „keine besonderen Vorkommnisse“, so ihre Botschaft.

Das war nach den vergangenen Jahren keine Selbstverständlichkeit. Probleme mit alkoholisierten Jugendlichen, mit sexuellen Belästigungen und Diebstählen oder der Sorge um Angriffe von außen verdarben so manchem den Spaß am Stadtfest. In diesem Jahr nicht. „Unser Konzept, vor allem für Jugendliche die Attraktivität des Festes zu steigern, ist aufgegangen“, so Karstens und Westphal.

Stadtfest Ahrensburg: Auch ohne Disco in der Hamburger Straße attraktiv für Jugendlichen

Es habe sich schon im vergangenen Jahr gezeigt, dass viele Jugendliche die verschiedenen Attraktionen auf dem gesamten Stadtfest genießen und der Brennpunkt Hamburger Straße dadurch entschärft wurde. In diesem Jahr kam nun eines dazu: Die Baustelle direkt an der AOK-Kreuzung machte es technisch unmöglich, einen Party-Punkt aufzustellen. Hinter den Schaustellern und der Geisterbahn war Schluss.

Das Ahrensburger Stadtfest 2018. Beliebter Anziehungspunkt: Crazy Wave in der Hamburger Straße. Foto:©ahrensburg24.de

Das Ahrensburger Stadtfest 2018. Beliebter Anziehungspunkt: Crazy Wave in der Hamburger Straße.
Foto:©ahrensburg24.de

„Wir haben beobachtet, dass überall auf dem Stadtfest vor den Bühnen auch viele Jugendliche das Programm angenommen haben und einfach nur Spaß haben wollten“, so die Veranstalter. Und eben das sei genau in ihrem Sinne.

Bilanz: Anzahl der Polizei-Einsätze blieb überschaubar

Dazu passt auch die Meldung der Polizeidirektion Ratzeburg, die von einem „friedlichen Stadtfest“ sprach. Es habe wenige Auseinandersetzungen gegeben, die meist schnell beendet werden konnten. Die polizeiliche Bilanz in Zahlen: sieben Anzeigen wegen Körperverletzung, drei Anzeigen wegen Betäubungsmittel, ein Verstoß gegen das Waffengesetz, gefunden wurde ein Einhandmesser, sechs Platzverweise und eine Gewahrsamnahmen.

Geredet wurde von der Polizei viel. 70 Beamtinnen und Beamte sowie Mitarbeiter des Kreises Stormarn waren unterwegs und sprachen mit 120 Jugendlichen, vor allem über das Thema Alkohol. Insgesamt 30 Flaschen hochprozentigen Alkohols wurden dabei den Jugendlichen weggenommen.

Drei stärker alkoholisierte Jugendliche wurden ihren Eltern übergeben, einer von ihnen hatte 1,47 Promille. Eine 17-Jährige allerdings musste mit 2,47 Promille in ein Krankenhaus gebracht werden. Zum Brennpunkt wird dabei immer mehr die Klaus-Groth-Straße, vor allem, da die Supermärkte dort bis in die Abendstunden geöffnet sind, in denen der Alkohol gekauft wird. „Darauf haben wir allerdings keinen Einfluss“, so Stephan Schächterle.

Und doch, so die Polizei: „Aus Sicht der Polizei hat sich das Sicherheitskonzept von Veranstalter, Stadt, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei voll bewährt.“

Das Ahrensburger Stadtfest 2018. Neues Konzept auf dem Rondeel: Statt Disco-Punkt Biertische und Freiraum. Foto:©ahrensburg24.de

Das Ahrensburger Stadtfest 2018. Neues Konzept auf dem Rondeel: Statt Disco-Punkt Biertische und Freiraum.
Foto:©ahrensburg24.de

Die Schausteller berichten von guten Geschäften vor allem in den Abendstunden, nachmittags war der Besuch auf dem Stadtfest durchschnittlich. Das Bühnenprogramm an allen drei Standorten lockte ein großes und vor allem gut gelauntes Publikum in die Innenstadt. An der Stadtwerke-Bühne, der Bühne in der Hagener Allee und insbesondere dem Schwof im Hof in der Manhagener Allee feierte es sich bestens bis Mitternacht. Stereoact war das große Event am Freitag, aber auch die anderen Programmpunkte waren für viele attraktiv.

Weniger Gedränge in der Mitte, viel Publikum vor den Bühnen

Immer besser etabliert sich zudem die Manhagener Allee mit den Vorführungen des Ahrensburger TSV und dem Schwof im Hof in den Abendstunden. Allerdings auch dort mit einer Einschränkung: Nachdem es die Kartoffel-Puffer des dortigen Delikatessen-Geschäftes nicht mehr gibt, ist das Angebot in der Manhagener Allee etwas eingeschränkt. Die Disco war trotzdem für viele der beste Platz auf dem Stadtfest.

Für den einen oder anderen wirkte das Stadtfest allerdings nicht nur dort kleiner, als in den Vorjahren. Der Disco-Punkt auf dem Rondeel wurde aufgelockert, statt eines großen Bierwagens stand dort ein kleiner Bus mit Spirituosen umringt von Bierzeit-Garnituren. Ein Party-Punkt weniger also, an dem sonst dichtes Gedränge geherrscht hatte.

Vor dem Kaufhaus Nessler war gähnende Leere, das Kaufhaus hatte die Standfläche vom Veranstalter gemietet. Das Engagement der Ahrensburger Einzelhändler ist zwar Teil eines Konzeptes, das auch in der Hagener Allee mit einigen Einzelhändlern umgesetzt wurde. Allerdings wohl mit einer anderen Zielsetzung: „Wir freuen uns über das Engagement von Nessler“, so Schächterle, „es wäre nur schön, wenn auf dieser Fläche in Zukunft auch etwas angeboten werden würde.“

Das Ahrensburger Stadtfest 2018. Nix passierte vor dem Kaufhaus Nessler, das Kaufhaus hatte die Standfläche komplett gemietet. Foto:©ahrensburg24.de

Das Ahrensburger Stadtfest 2018. Nix passierte vor dem Kaufhaus Nessler, das Kaufhaus hatte die Standfläche komplett gemietet.
Foto:©ahrensburg24.de

Das Ahrensburger Stadtfest 2018. Positive Bilanz ziehen die Veranstalter: Stephan Schächterle, Antje Karstens, Sabaheta Manz und Götz Westphal (von links) vom Stadtforum Ahrensburg. Foto:©ahrensburg24.de

Das Ahrensburger Stadtfest 2018. Positive Bilanz ziehen die Veranstalter: Stephan Schächterle, Antje Karstens, Sabaheta Manz und Götz Westphal (von links) vom Stadtforum Ahrensburg.
Foto:©ahrensburg24.de

Liebe Leserinnen und Leser, ein Hinweis in eigener Sache: Bisher haben wir gerne die Gesichter der Menschen auf den Stadtfest Ahrensburg fotografiert und gezeigt. Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) macht es uns schwierig, solche Fotos ohne schriftliche Einverständniserklärung der Fotografierten veröffentlichen zu dürfen oder überhaupt fotografieren zu dürfen. Wir verzichten daher in diesem Jahr auf Portraitbilder von Stadtfest-Besuchern und hoffen auf Ihr Verständnis. M.Veeh, Herausgeberin

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