Stadtmarketing: Ahrensburg ist „Das Beste aus zwei Welten“

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Ahrensburg (ve). „Ein wenig kommt es einem vor, als grüße täglich das Murmeltier“. Mit diesen Worten begannen wir einen Beitrag zum Thema Stadtmarketing am 23. Februar 2017. Und auch der heutige Beitrag könnte so beginnen.

Themenbild Stadt Ahrensburg. Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Themenbild Stadt Ahrensburg.
Foto:©Silke Mascher/ahrensburg24.de

Das Murmeltier – das ist das Stadtmarketing und seine langsame Entwicklung. Auf der Sitzung des Hauptausschusses am Montag dieser Woche hat Regina Schroeder von der CIMA die Arbeitsergebnisse des Workshops vorgestellt, der seit Februar 2017 viermal getagt hat. Nachdem bis zum Jahr 2017 in einem zwei Jahre währenden Prozess keine konkreten Ergebnisse erarbeitet werden konnte, hat die Stadt die CIMA damit beauftragt, Planungen für das Stadtmarketing zu begleiten und die Workshops zu moderieren. Lesen Sie dazu „Ahrensburger Stadtmarketing und das Murmeltier: Jetzt soll es die CIMA richten„.

Die Ergebnisse der Arbeit: Die Stadt braucht ein Logo und eine Besinnung auf ihre Kernkomptenzen, sie braucht sichtbare Merkmale und gemeinsame Aktivitäten, mit denen die Identifikation der Ahrensburger mit ihrer Stadt gestärkt wird, sie braucht eine Zusammenführung und Moderation der vielen Aktivitäten, sie braucht eine positive Ansprache der Wirtschaft. Dafür braucht sie eine Einrichtung mit Personal – Verein, GmbH oder auf Seiten der Verwaltung – zuständig für das Stadtmarketing. Es sollte zudem eine Person eingestellt werden, die sich um die Förderung des Tourismus kümmert.

Das sind – zugegeben in stark verkürzter Form – die Stichworte. Sie basieren auf einer umfassenden Analyse des Charakters und der Geschichte der Stadt und intensiven Debatten in der Steuerungsgruppe während der Workshops. Schroeder erläuterte Weiteres: Die Bedeutung des Schlosses, die gute Jugendarbeit und das Städtebauförderungsprogramm müssten in der Wahrnehmung gestärkt werden. Marketing müsse nach außen insbesondere bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt werden, genauso wichtig sei das Marketing nach innen mit Blick auf privates und ehrenamtliches Engagement.

Und all‘ dies führe in den Slogan: „Ahrensburg vereint das Beste aus zwei Welten, wo Kinder glücklich groß werden, wo starke Wirtschaft weiter wächst und wo man das Leben bewusst genießt.“ Wobei mit den zwei Welten die Welt des Großstädtischen und die Welt des Ländlichen gemeint sind, die sich in einer guten Mischung in der Stadt wiederfänden.

Und es sind – das sei an dieser Stelle einmal betont – durchaus keine neuen Botschaften. Vieles davon wurde 2015 schon einmal im Hauptausschuss mit ähnlichen Worten vorgetragen, über die Gründung eines Vereins oder einer GmbH wurde in der Steuerungsgruppe schon heftigst gestritten. Nur eben ohne Moderation der CIMA und nur mit Ergebnis eines zerschnittenen Tischtuches. Etwas weniger gekostet hätte es damals, nachzulesen in dem Beitrag „Stadtmarketing: Hauptausschuss zögerlich/Kritik an der Vorgehensweise„. Für den Auftrag an die CIMA, die Workshops zu begleiten, hat die Stadt über 30.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Jetzt soll es weiter gehen, denn den so begonnenen und offenbar erfolgreichen Prozess soll die CIMA weiter begleitet. So hat es der Hauptausschuss beschlossen mit einer Gegenstimme der WAB bei acht Ja-Stimmen. Dafür und für die Entwicklung einer Corporate Identiy und eines Corporate Designs werden nun finanzielle Mittel in Höhe von 35.600 Euro bereit gestellt. Die Mitglieder des Steuerungsausschusses betonen den Erfolg der Vorgehensweise, Doris Unger zum Beispiel (SPD): „Wir haben sehr intensiv und sehr lange gearbeitet und diskutiert und vieles erwogen.“ Nun liege ein Fundament vor, auf dem das Stadtmarketing aufgebaut werden könne.

Bis jetzt waren es Vorarbeiten, nun will die CIMA in die eigentliche Arbeit starten. Sie wird eine Analyse erarbeiten, ob Verein, Gesellschaft oder die personelle Angliederung an die Verwaltung der beste Weg sind. Ein Logo soll bei einem offenen Wettbewerb gefunden werden. Gleichzeitig könnte das Personal gesucht werden. Bis zum Ende des Jahres könnte damit das Stadtmarketing an den Start gebracht werden. Dann wären wir aus der Schleife des Murmeltieres ausgebrochen.

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